Der Tagesspiegel :   NACHRICHTEN  

Neues Förderprogramm

für schnelles Internet

Potsdam - Das Land will die Anbindung der Dörfer an das schnelle Internet verbessern. Agrarminister Dietmar Woidke (SPD) legte dazu am Dienstag ein neues Förderprogramm auf. Zunächst sollen nach Angaben des Ministeriums landesweit 14 Projekte unterstützt werden. Dabei würden 60 Prozent der Kosten bis zu maximal 200 000 Euro gefördert. Damit könnten etwa 3000 private Haushalte und 1740 Firmen und Agrarbetriebe einen Breitbandanschluss erhalten. Später sollen weitere Projekte folgen. Ziel des Programms sei, Investitionen im ländlichen Raum Brandenburgs zu fördern, die für die Netzbetreiber wegen der geringen Bevölkerungsdichte nicht wirtschaftlich seien. Zunächst sei ein Auswahlverfahren geplant. Dabei sollen interessierte Kommunen einen Anbieter ermitteln, der mit Unterstützung öffentlicher Fördermittel in unterversorgten Gebieten Internetanschlüsse mit einer Übertragungsrate von mindestens zwei Megabit pro Sekunde sichern kann. ddp

Steinmeier und Platzeck

für sauberen Braunkohlestrom

Potsdam - Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (beide SPD) haben der Atomkraft eine Absage erteilt. Auf einer SPD-Energiekonferenz in Potsdam sprachen sich beide am Dienstag zugleich für ein Festhalten an einheimischer Braunkohle zur Energiegewinnung aus – mit neuen klimafreundlicheren Technologien zu CO2-Abscheidung. „Je eher wir den Kraftwerkspark erneuern, desto eher können wir den CO2-Ausstoß reduzieren“, sagte Steinmeier. Platzeck verwies mit Blick auf das laufende Volksbegehren gegen neue Tagebaue darauf, dass Brandenburg bereits Spitzenreiter bei erneuerbaren Energien sei, „mehr geht nicht“. thm

Letzte Fenster der Marienkirche

bald in zurück in Frankfurt

Frankfurt (Oder) - Die letzten sechs mittelalterlichen Fenster aus der Marienkirche Frankfurt(Oder), die sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Depot des Moskauer Puschkin-Museums befanden, sind am Montag an die deutsche Botschaft in Moskau übergeben worden. Das berichtet die „Märkische Oderzeitung“ unter Berufung auf die stellvertretende Museumsleiterin. Der Rücktransport der Scheiben nach Frankfurt dürfte in den kommenden Tagen erfolgen. Von der Botschaft hieß es bisher, die Öffentlichkeit werde erst informiert, wenn die Fenster Russland verlassen hätten. 111 Fenster der 117-teiligen „Bilderbibel“, auf der „Die Erschaffung der Welt“, die „Lebensgeschichte Christus“ und „Der Antichrist“ dargestellt sind, waren bereits 2002 aus St. Petersburg zurückgekehrt und 2007 wieder in der Marienkirche eingesetzt worden. ddp

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