Der Tagesspiegel : 1,5 Millionen Euro für marode Schlösser

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Potsdam.  Das Land Brandenburg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben eine Vereinbarung über die künftige Finanzierung von Schlössersanierungen unterzeichnet. Die gemeinsame Gesellschaft Brandenburgische Schlösser GmbH werde in diesem und im kommenden Jahr vom Land mit 1,5 Millionen Euro unterstützt, sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU). Einen Betrag in gleicher Höhe stelle auch die Stiftung zur Verfügung. Zudem sollen verstärkt private Geldgeber gewonnen werden.

Die Schlösser GmbH bekommt nach Angaben der Ministerin erstmals ein festes Budget. Bislang habe es nur mündliche Vereinbarungen gegeben, was die Verhandlungen über Zuwendungen immer wieder erschwert habe, sagte Wanka. „Die Grundlagen für den dauerhaften Bestand der Schlösser GmbH sind geschaffen“, sagte Wanka. Die Gesellschaft solle bis mindestens 2009 weiter existieren.

Von den insgesamt 500 Schlössern und Herrenhäusern in Brandenburg betreut die Schlösser GmbH zwölf, darunter bedeutende Anlagen wie Fürstlich Drehna, Diedersdorf und Reckahn. Sieben Schlösser hat die Gesellschaft in den vergangenen Jahren für rund 40 Millionen Euro saniert und vermietet. Hotels, Tagungsstätten oder Museen haben sich in den Baudenkmälern eingerichtet. „Verkaufen lassen sich die Objekte kaum, das ist für die Interessenten meist nicht wirtschaftlich“, sagte der Geschäftsführer der Schlösser GmbH, Wolfgang Illert. Die Pflege der Schlösser Brandenburgs kann nach Ansicht der Stiftung Denkmalschutz nicht nur Aufgabe des Staates sein. Die Stiftung gebe 80 Prozent ihrer Mittel für Baudenkmäler in Ostdeutschland aus, sagte Geschäftsführer Robert Knüppel. In vielen Fällen habe schon die Restaurierung der Fassade eines Schlosses einen gewaltigen psychologischen Effekt auf die Bevölkerung. Zudem entstünden zahlreiche Arbeitsplätze. dpa

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