Der Tagesspiegel : 1. Selfmade-Man aus Amerika

Ein Vorzeigeamerikaner wie aus dem Bilderbuch. Nun, vom Tellerwäscher musste er sich nicht zum Millionär hocharbeiten, doch er wurde Ende des 19.Jahrhunderts auch keineswegs mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Obwohl er am ersten Weihnachtsfeiertag das Licht der Welt erblickte. Als eins von acht Kindern eines europäischen Einwanderers und einer Amerikanerin mit deutschen Wurzeln wuchs der Gesuchte in relativ einfachen Verhältnissen im Südwesten des Landes auf. Der Vater hatte seinen Namen mit dem Zuzug in die Neue Welt den neuen Umständen angepasst. Im Kramladen der Familie stellte der Junge schon früh seinen Geschäftssinn unter Beweis. Er hielt es zum Beispiel für eine gute Idee, neben dem Store auch ein Inn, eine Art Gasthof zu eröffnen. Das Ende des Ersten Weltkriegs erlebte er als Soldat in Europa. Vom Schlachtfeld zurück, ging er bald eigene Wege und zog im Alter von 32 Jahren nach Texas. Dort erkannte er die Chance, sich in dem Metier selbstständig zu machen, in dem sein Name heute noch eine gewichtige Rolle spielt. Der Name des schließlich weltweiten Imperiums stand stets für Luxus, auch wenn das Unternehmen mit dem Namen des engagierten Philanthropen im Lauf der Jahrzehnte ein klein wenig vom Glanz eingebüßt hat. Der Gründer starb 1979 und hinterließ einen Großteil seines beachtlichen Vermögens karitativen Einrichtungen. Seine gleichnamigen Erben können jedoch heute gut damit leben.

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