Der Tagesspiegel : 12. Dezember 1979

Vor 25 Jahren verließ von Weizsäcker das Abgeordnetenhaus

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Bundestagsvizepräsident von Weizsäcker wird am Montag sein Berliner Abgeordnetenhausmandat niederlegen. Weizsäcker erklärte zu diesem Schritt, die Praxis habe ergeben, dass eine Tätigkeit in zwei Parlamenten bei ständigen Terminkollisionen mit einer verantwortlichen Wahrnehmung beider Mandate nicht vereinbar sei. Nachdem er dem CDULandesvorstand in Berlin angehöre und als Bundestagsabgeordneter nominiert worden sei, sei die Basis seiner politischen Arbeit in Berlin gewährleistet, erklärte von Weizsäcker. Dabei unterstrich er sein Engagement für Berlin. Der Regierende Bürgermeister Stobbe sagte in einer Stellungnahme, Weizsäcker sei nur ein „Berliner Parlamentarier auf Abruf“ gewesen. Die FDP bezeichnete den Schritt Weizsäckers als endgültige Absage an Berlin.

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