Der Tagesspiegel : 20-Jähriger bei Schlägerei in Potsdam erstochen

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Potsdam - Bei einer Massenschlägerei unter betrunkenen Jugendlichen ist am frühen Samstagmorgen in der Potsdamer Innenstadt ein 20-Jähriger erstochen worden. In der Nacht hatte die Polizei zunächst zwei Tatverdächtige Jugendliche türkischer Abstammung aus Potsdam festgenommen. Nach Tagesspiegel-Informationen war jedoch keiner von ihnen der Täter. Ein Augenzeuge sagte am Samstagnachmittag dem Tagesspiegel, er kenne den Namen des Täters und werde ihn noch am Samstag den Ermittlern nennen.

Kurz vor der Tat hatte es in dem Lokal „Quartier“ in der Charlottenstraße eine Schlägerei unter mehr als 20 stark betrunkenen und teils unter Kokaineinfluss stehenden deutschen und türkischen Jugendlichen aus Potsdam und Berlin gegeben, die nach Augenzeugenberichten von einem Deutschen begonnen wurde. Aus Polizeikreisen hieß es am Samstag, ein fremdenfeindlicher Hintergrund für den Streit werde ausgeschlossen. „Das war eine eskalierende Prügelei unter Betrunkenen.“

Der Streit war im Obergeschoss des von einem Berliner Türken betriebenen Lokals ausgebrochen. Als daraus die Schlägerei wurde, habe das Personal kurz vor 2 Uhr etwa 20 Leute aus dem Lokal geworfen, sagte ein Zeuge. Auf der Straße ging die Schlägerei weiter, um kurz nach 2 Uhr wurde der 20-jährige Potsdamer, der mit dem ursprünglichen Streit nichts zu tun hatte, dann aus der Gruppe heraus niedergestochen. Mitarbeiter der benachbarten Kneipen, die noch vergeblich versucht hatten, die Schläger auseinander zu bringen, wollten mit Toilettenpapier die Blutungen am Oberkörper des Opfers stoppen. Doch auch die Reanimationsversuche eines Notarztes blieben vergeblich. Der 20-jährige Mann starb noch auf der Straße. erb/pete

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