2007.07.08 Neuss : Müller geht mit "Erfolgsgewicht" ins Rennen

Jörg Müller startet beim heutigen Tourenwagen-WM-Rennen in Porto mit 60 Kilogramm Extragewicht von Platz neun ins Rennen. Grund für die erschwerten Bedingungen des BMW-Werksfahrers ist dessen bisheriger Erfolg.

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BMW-Pilot Jörg Müller

Für Jörg Müller werden die heutigen Saisonläufe elf und zwölf in Porto keine leichte Aufgabe. Bei der Tourenwagen-WM muss der BMW-Werksfahrer aus Hückelhoven auf dem 4,720 Kilometer langen Stadtkurs an der portugiesischen Atlantikküste mit dem maximalen Zusatzgewicht von 60kg im Schnitzer-BMW 320si antreten. Müller geht vom neunten Startplatz aus in das erste Rennen. Der Rheinländer touchierte im Qualifying am Samstag mit dem Schnitzer-BMW 320si auf dem engen Stadtkurs an der portugiesischen Atlantikküste eine Mauer und musste deshalb das Zeittraining vorzeitig beenden.

"Mein Ziel ist es, im ersten Lauf mindestens Platz acht zu erreichen. Dann hätte ich mir für das zweite Rennen wegen der umgekehrten Startaufstellung eine gute Ausgangsposition geschaffen", sagte der 37-jährige Vize-Weltmeister dem Sport-Informations-Dienst (sid). Der frühere Formel-3000-Europameister liegt als einziger deutscher Fahrer in der WM vier Punkte (49:53) hinter seinem Teamkollegen Augusto Farfus zurück. Farfus (Brasilien), der ebenso wie Müller mit dem maximalen "Erfolgsgewicht" von 60kg ins Rennen geht, startet nur von Position zwölf. In der WM-Tabelle liegt Farfus vier Punkte vor Müller.

Deren Markenkollege, Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien), tritt als WM-Dritter (44 Punkte) mit 55kg "Erfolgsgewicht" an. Die Bilanz von BMW im ersten Saisonabschnitt kann sich sehen lassen. Fünf Siege und zwei Pole Positions stehen für die Bayern zu Buche. Mit 142 Punkten haben die Münchner in der Herstellerwertung schon 38 Zähler Vorsprung (142:104) gegenüber Seat.

In der nach der Hauptstadt Lissabon zweitgrößten Stadt Portugals rechnen sich beim WM-Debüt in Porto vor allem der ehemalige Formel-1-Pilot Nicola Larini (Italien/32) im Chevrolet Lacetti als Gesamtvierter und Seat-Werksfahrer Yvan Muller (Frankreich/31) auf Rang fünf große Chancen aus, den Rückstand in der Tabelle zu verkürzen.

Das erste der beiden Sprintrennen über je elf Runden (51,92km) wird heute (10 Uhr/live bei Eurosport 2) gestartet. Lauf zwei geht ab (16.30 Uhr/live bei Eurosport) über die Bühne.