2007.07.12 Neuss : Formel 1 verzichtet 2008 auf Rennen in den USA

Die Formel 1 wird 2008 kein Rennen in den USA bestreiten. Bernie Ecclestone erklärte, dass mit den Veranstaltern in Indianapolis keine Einigung erzielt werden konnte und auch kein Ersatz vorgesehen ist.

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Bernie Ecclestone gibt den USA einen Korb

Der Formel-1-Zirkus macht 2008 keine Station in den USA. Wie Bernie Ecclestone gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, fällt das Rennen in Indianapolis aus dem Rennkalender. "Wir konnten keine Einigung erzielen. Wir werden sehen, ob wir Amerika vermissen werden", sagte der Formel-1-Boss, der zudem erklärte, dass keine Strecke in den USA den Platz von "Indy" einnehmen wird.

Tür für mögliches zukünftiges Rennen offen

"Nach einigen Gesprächen haben wir uns nicht darüber verständigen können, wie wir die Formel 1 im nächsten Jahr in Indianapolis halten können", erklärte auch der Geschäftsführer des Indianapolis Motor Speedway (IMS), Tony George. "Wie auch immer, wir haben trotzdem vereinbart, die Tür für ein mögliches zukünftiges Rennen offen zu halten."

Nach der Entscheidung gegen Indianapolis bleibt der Große Preis von Kanada in Montreal das einzige Gastspiel der "Königsklasse" in Nordamerika im Rennkalender 2008. In Singapur und Valencia werden im kommenden Jahr zum ersten Mal die Formel-1-Boliden auf die Strecke gehen.

Der Sportchef von McLaren-Mercedes, Norbert Haug, bedauerte unterdessen das Aus für den Grand Prix in Indianapolis. "Wenn man mich fragt, sollte man sogar zwei oder mehr Rennen in den USA haben", sagte Haug. "Für eine Weltmeisterschaft ist es einfach wichtig, dort zu sein."