2007.07.13 Neuss : Cortese am Sachsenring vorne dabei

Sandro Cortese kann sich Hoffnungen auf den besten Startplatz seiner noch jungen Karriere machen. Der 17-Jährige fuhr im ersten Zeittraining zum Rennen der 125er am Sachsenring die drittschnellste Zeit.

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Sandro Cortese

Sandro Cortese kann sich Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim kommenden Rennen der Klasse der 125er auf dem Sachsenring machen. Im ersten Zeittraining fuhr der 17-Jährige in 1:27,819 Minuten die drittschnellste Zeit und hat damit die Aussicht auf die bisher beste Startposition seiner Karriere.

Der Rahmen für eine Überraschung durch den Jung-Star wäre optimal. Der Sachsenring feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und die zehnte Ausrichtung des deutschen WM-Laufs in Folge nach der Rückkehr in den Kalender 1998. Zudem sind für Sonntag bis zu 36 Grad Celsius angesagt, und erstmals in der Geschichte werden am Renntag mehr als 100.000 Zuschauer vor Ort sein. Bereits am Freitag wurden gut 50.000 Besucher verzeichnet, womit der Sachsenring seinen Ruf als"Trainings-Weltmeister" festigte.

"Ich bin absolut ans Limit gegangen"

"Meine schnellste Runde war schon grenzwertig, da bin ich absolut ans Limit gegangen", sagte Cortese: "Mein Ziel bleiben die Top Ten, das ist Pflicht. Ein Platz unter den ersten Fünf wäre ein schöner Bonus." Bisher sind drei siebte Plätze aus diesem Jahr als beste Karriere-Ergebnisse für Cortese verbucht.

Der ebenfalls erst 17-jährige Stefan Bradl (Zahling/Aprilia/1:28,560) überzeugte am ersten Tag ebenfalls, stürzte jedoch zwei Minuten vor Ende des Zeittrainings und fiel noch vom 8. auf den 14. Platz zurück. "Dadurch konnte ich nicht mehr nachlegen, als alle anderen sich verbessert haben", meinte der Sohn des zweimaligen Vize-Weltmeisters Helmut Bradl: "Ich bin aber froh, dass ich unverletzt bin, denn der Sturz war doch ziemlich hart."

Hofmann nur auf Rang 13

Der von einem Haarriss in der Hand geplagte Alex Hofmann (Bochum/Ducati/1:23,856) kam am ersten Trainingstag der MotoGP mit zwei freien Einheiten über Platz 13 nicht hinaus, die Startplätze in der Königsklasse werden seit dieser Saison nur noch in einer Trainingseinheit vergeben. Bei den 250ern kam Lokalmatador Dirk Heidolf (Aprilia/1:26,033) nur auf Platz 15.

Die fünf übrigen deutschen Wildcard-Fahrer neben Bradl blieben allesamt im Zeitlimit. Bei den 125ern fuhr Patrick Unger (Oberlungwitz/Aprilia/1:30,180) sogar auf Rang 29, Ex-Stammfahrer Georg Fröhlich (Wechselburg/Honda/1:30,350) belegte Platz 32, Eric Hübsch (Lichtenstein/Aprilia/1:30,762) Rang 35 und Sebastian Eckner (Dresden/Honda/1:32,176) den 37. und damit letzten Platz. Bei den 250ern konnte Joshua Sommer (Markerup/Honda/1:28,840) als 27. und Letzter keine Eigenwerbung im Kampf um den Einstieg in die WM betreiben. Thomas Walther (Schleiz/Honda) war kurzfristig nicht am Start.

Die vorübergehenden Pole Positionen sicherten sich der Ungar Gabor Talmacsi (Aprilia/1:26,930) in der Achtel- und der spanische Titelverteidiger Jorge Lorenzo (Aprilia/1:24,857) in der Viertelliterklasse. Schnellster in der MotoGP war der australische WM-Spitzenreiter Casey Stoner (Ducati/1:22,737).