2007.07.16 Neuss : Tour-Aus für T-Mobile-Fahrer Sinkewitz

Für Patrik Sinkewitz vom T-Mobile Team ist die Tour de France beendet. Der 27-Jährige erlitt nach einem Zusammenstoß mit einem Zuschauer eine Mittelgesichtsfraktur und ein Schädel-Hirn-Trauma.

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Patrik Sinkewitz

T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz ist bei der Tour de France ausgestiegen. Der 27-Jährige aus Fulda erlitt am Sonntag bei seinem Zusammenprall mit einem Fan unmittelbar nach Ende der achten Etappe in Tignes eine Mittelgesichtsfraktur sowie ein Schädel-Hirn-Trauma und wird zum Start der neunten Etappe in Val d'Isere nicht mehr an den Start gehen. Das bestätigte Mannschaftsarzt Carsten Temme dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt.

Sinkewitz war am Sonntag nach Erreichen des Etappenziels gemeinsam mit seinen Teamkollegen den Montee de Tignes hinabgefahren, um zum Mannschaftshotel in Val d'Isere zu gelangen. Dabei kollidierte er in voller Fahrt mit einem Tour-Touristen aus Luxemburg. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Chambery gebracht und schwebt nach Angaben der Tour-Organisatoren in Lebensgefahr.

Sinkewitz, der zunächst ins Krankenhaus von Albertville eingeliefert wurde, sollte möglicherweise noch am Montag entweder in eine Klinik seiner Heimatstadt Fulda oder in ein Krankenhaus in Hamburg verlegt werden.

Teamkapitän Michael Rogers (Australien), der nach einem Sturz noch während der achten Etappe das Rennen hatte aufgeben müssen, wurde schon am Montagmorgen in seine Wahlheimat Italien geflogen. Der 28-Jährige, der in der Nähe von Varese wohnt, erlitt bei der Abfahrt vom Cormet de Roselend wahrscheinlich einen Schlüsselbeinbruch. Genaueres sollte die Untersuchung in Italien ergeben.