2007.07.29 Neuss : Falsche Reifenwahl wirft Müller weit zurück

BMW-Werksfahrer Jörg Müller hat beim 13. und 14. Lauf zur Tourenwagen-WM keine Punkte geholt. Der Vize-Weltmeister hatte in beiden Rennen Pech mit der Reifenwahl. Dafür konnte Chevrolet einen Doppelsieg feiern.

pk
Jörg Müller auf nassem Untergrund

Schwarzes Wochenende für Jörg Müller. Trotz einer Nullrunde bei den Saisonläufen 13 und 14 zur Tourenwagen-WM im schwedischen Anderstorp konnte der BMW-Werksfahrer seine Tabellenführung aber verteidigen. Der 37 Jahre alte Vize-Weltmeister aus Hückelhoven hatte in beiden Läufen großes Pech mit einer falschen Reifenwahl.

"Das Wetter hat völlig verrückt gespielt. Für uns war das ein reines Lotteriespiel, das auch zu meinen Gunsten hätte ausgehen können", sagte Müller, der nach einem 15. Platz im ersten Rennen anschließend als Neunter im Schnitzer-BMW 320si die Punkteränge knapp verpasste.

Trotzdem konnte der Rheinländer die Tabellenführung verteidigen, hat aber statt zwei jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung (58:57) gegenüber seinem Teamkollegen Augusto Farfus, der sich als Achter im zweiten Rennen noch einen Zähler sicherte. Zuvor war der Brasilianer 16. geworden. Ebenso wie Müller blieb sein Markenkollege, der britische Weltmeister Andy Priaulx mit den Plätzen 11 und 13 punktlos.

Erster Doppelsieg für Chevrolet

Unterdessen feierte Chevrolet den ersten Doppelsieg in der vierjährigen WM-Historie und den sechsten WM-Sieg insgesamt. Das erste Sprintrennen gewann der 27-jährige Brite Robert Huff in seinem Lacetti vor dem früheren Formel-1-Piloten Tiago Monteiro (Portugal). Alfa-Werksfahrer James Thompson (Großbritannien) sorgte als Dritter dafür, dass Fahrer drei verschiedener Hersteller auf dem Podest standen. In Lauf zwei standen in Lokalmatador Rickard Rydell, Nicola Larini (Italien) und Alain Menu (Schweiz) gleich drei Chevy-Piloten auf dem begehrten Siegertreppchen.

Larini war anschließend stocksauer und schimpfte lauthals, weil keine Teamorder zu seinen Gunsten ausgesprochen worden war. Deshalb beträgt der Rückstand des auf Gesamtrang vier platzierten ehemaligen DTM-Champions auf Jörg Müller zehn (48) und nicht acht Punkte.

Ein erfreuliches Renndebüt feierte der von Seat erstmals eingesetzte Dieselmotor im Leon TDI von Werksfahrer Yvan Muller. Der Franzose fuhr in Lauf eins auf Platz sechs und damit einmal in die Punkte. Das nächste Rennen am 26. August in der Motorsportarena Oschersleben ist zugleich das einzige Gastspiel auf deutschem Boden.