2007.07.29 Neuss : Häkkinen bläst zur Aufholjagd

Nach seinem Sieg in Mugello will Mika Häkkinen heute in Zandvoort den nächsten Streich folgen lassen. Doch auf dem Weg zum noch möglichen Titel in der Deutschen Tourenwagen Masters muss der Finne dringend punkten.

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Mika Häkkinen hat den Titel noch im Blick

Auch wenn Mika Häkkinen heute nur von Position 13 aus ins Rennen geht: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Finnland ist nach seinem zweiten Saisonsieg in Mugello zurück im Titelrennen der Deutschen Tourenwagen Matsers (DTM). Im siebten von zehn Läufen (13.00 Uhr) in Zandvoort/Niederlande muss der Mercedes-Pilot allerdings Punkte sammeln.

"Wer Mika abschreibt, macht einen Fehler. Er hat alle Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Im DTM-Gesamtklassement belegt Häkkinen mit 20 Punkten den fünften Platz, sein Rückstand auf den führenden Audi-Piloten Mattias Ekström (Schweden, Startposition zwei) beträgt aber nur zwölf Zähler.

Häkkinen selbst ist ein Stein vom Herzen gefallen, weil er die letzte Chance genutzt hat. "Der Sieg in Mugello kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt der 38-Jährige, der im dritten Jahr in der DTM endlich seinen ersten Titel holen will. Zandvoort könne wieder ein großartiges Wochenende werden. Häkkinen: "Denn mit der richtigen Einstellung können wir viel erreichen."

In Sachen Titelgewinn gibt sich Häkkinen aber bescheiden. Im Motorsport könne alles passieren, sagte er nur. Dafür lobt er den Rivalen Ekström: "Wir haben ein exzellentes Verhältnis zueinander. Er ist ein Fahrer, vor dem ich großen Respekt habe, und ich denke, dass er auch den gleichen Respekt vor mir hat."

Mit seiner Einschätzung liegt Häkkinen jedenfalls nicht falsch, denn Ekström hält den Publikumsliebling derzeit für seinen härtesten Rivalen. Für ihn sei Häkkinen schon zu Saisonbeginn der Top-Favorit gewesen. Dann aber habe ihn die Unbeständigkeit des Mercedes-Stars überrascht. Ekström: "Wenn alles passt, scheint Mika für seine Teamkollegen unschlagbar. Wenn das Auto nicht hundertprozentig stimmt, ist er nirgendwo. Es gibt nur top oder flop."

Das Beispiel Häkkinen habe gezeigt, dass selbst ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister in der DTM eine Eingewöhnungszeit brauche, sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Inzwischen sei er innerhalb des Mercedes-Teams aber einer der schnellsten Fahrer und ein ernsthafter Konkurrent im Titelkampf. Mit einem breiten Grinsen fügt Ullrich hinzu: "Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass die besten Skandinavier der DTM bei Audi fahren."