2007.08.21 Neuss : Rossi "verbittert" über Vorwürfe

Der siebenmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi hat sich nach den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der Steuerhinterziehung öffentlich zur Wehr gesetzt. "Ich bin gekreuzigt und verurteilt worden", so der 28-Jährige.

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Wehrt sich: Valentino Rossi

Der Vorwurf der Steuerhinterziehung hat dem siebenmaligen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi offenbar zugesetzt. "Ich bin verbittert darüber, wie ich behandelt wurde. Ich bin gekreuzigt und verurteilt worden, obwohl die Ermittlungen noch im Gange sind. Die Zeitungen haben in diesen Tagen mehr über mich berichtet als bei meinen sieben Titelgewinnen", zeigte sich Rossi nach Angaben italienischer Medien verärgert.

Rossi wird von den italienischen Finanzbehörden vorgeworfen, zwischen 2000 und 2004 fast 60 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Der heute 28-Jährige aus Tavullia in Italien ist aus steuerlichen Gründen nach London gezogen. Er habe aber praktisch weiterhin in Italien gelebt, behaupten die Behörden.

"Die italienischen Steuerbehörden sind sich vielleicht mit den britischen uneins. Das müssen sie aber untereinander ausmachen und dürfen es nicht auf meinem Rücken austragen", sagte Rossi.

"Habe ein reines Gewissen"

"Seit sieben Jahren lebe ich in London, nicht in einem Steuerparadies, oder auf einer Insel. Ich lebe dort seit 2000, und das hat jeder gewusst. Ich habe ein reines Gewissen, und diese Geschichte wird sich bald klären", sagte der Superstar, der derzeit mit nahezu uneinholbaren 60 Punkten Rückstand auf den Australier Casey Stoner Platz zwei der WM-Wertung in der MotoGP belegt.