2007.10.01 Neuss : Hofmann will Kündigung "auf keinen Fall hinnehmen"

Nach seiner Entlassung beim Team Pramac Ducati will MotoGP-Pilot Alex Hofmann um seine Wiedereinstellung kämpfen. "Die fristlose Entlassung werde ich auf keinen Fall hinnehmen", so der Bochumer.

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Will die Kündigung nicht hinnehmen: Alex Hofmann

Der Streit zwischen dem deutschen MotoGP-Piloten Alex Hofmann und seinem Team Pramac Ducati geht in die nächste Runde. "Die fristlose Entlassung werde ich auf keinen Fall hinnehmen", pocht der am 16. September wegen angeblicher Arbeitsverweigerung entlassene Bochumer in einer Pressemitteilung auf seine Wiedereinstellung: "Ich will die Saison für mein Team zu Ende bringen und ab dem Rennen in Phillip Island/Australien vom 12. bis 14. Oktober 2007 in jedem Fall wieder für das Team Pramac D'Antin antreten."

Dieses Begehren habe er "meinen Arbeitgebern schriftlich mitgeteilt; ich habe sie aufgefordert, mich umgehend wieder als MotoGP-Fahrer ins Team aufzunehmen und die bestehenden Verträge ordnungsgemäß zu erfüllen". Pramac hatte in der Vorwoche schon den Briten Chaz Davies als Ersatzfahrer auf Hofmanns Platz bis zum Ende der Saison bekannt gegeben.

Hofmann droht mit rechtlichen Mitteln

Bereits direkt nach der Entlassung hatte Hofmann rechtliche Schritte angekündigt. Dies untermauerte er am Montag: "Ich halte die Kündigung für unberechtigt und werde mich dagegen mit allen mir rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln wehren." Die schriftliche Kündigung sei "nicht mit den Vorfällen des Renntags begründet, sondern mit meiner angeblich schlechten gesamten Saisonleistung. Diese war aber keineswegs so schlecht, dass sie meine Entlassung rechtfertigen könnte."

Bis zu einer nicht verschuldeten Verletzungspause hatte Hofmann auf Rang elf der WM-Wertung gelegen, nur neun Punkte hinter seinem Teamkollegen Alex Barros, dem erfahrensten Piloten im Feld. Teamchef Luis D'Antin hatte dem bis heute einzigen Deutschen in der MotoGP mangelnde Motivation vorgeworfen, nachdem er wegen technischer Probleme beim Rennen in Estoril/Portugal auf die Ersatzmaschine umsteigen musste und kurz darauf ausstieg.

"Es mag sein, dass ich aus Enttäuschung und Frustration die Zusammenhänge nicht richtig erklären konnte", sagte Hofmann: "Da ich während meiner Zusammenarbeit mit dem Team stets meinen unbedingten Einsatzwillen für das Team bewiesen habe, wäre es vollkommen ausreichend gewesen, mich gegebenenfalls zu verwarnen. So eine Vorgehensweise hätte ich akzeptiert."