2007.10.05 Neuss : Räikkönen und Alonso melden sich zurück

Kimi Räikkönen (Ferrari) und Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) haben im Training zum Großen Preis von China die besten Zeiten hingelegt. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton fuhr auf den vierten Platz.

jsor2
Kimi Räikkönen war der Schnellste

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso haben sich im Training zum Großen Preis von China eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Finne im Ferrari, der im Titelkampf der Formel 1 bei noch 20 zu vergebenen Punkten 17 Zähler Rückstand auf den WM-Führenden Lewis Hamilton hat, fuhr in Shanghai in 1:36,607 Minuten die schnellste Zeit. Der zweimalige Weltmeister Alonso kam nach den 5,451 Kilometern auf 1:36,613. Der Spanier hat zwölf Punkte Rückstand auf Hamilton.

Keine Strafe für Hamilton

Der Formel-1-Überflieger lag in der Kombination beider Trainingssitzungen in 1:36,876 Minuten auf Rang vier und hat am Sonntag (8 Uhr MESZ/live in Premiere und RTL) seinen ersten WM-Matchball. Dabei kommt dem Briten auch die Entscheidung der Sportkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA zugute, die nach einer Anhörung am Freitag darauf verzichteten, Hamilton für dessen umstrittene Aktion in der Safety-Car-Phase des Regenrennens in Fuji zu bestrafen.

"Ich bin glücklich und erleichtert. Jetzt kann ich mich ganz dem Rennen am Sonntag und dem Rest der WM widmen", sagte Hamilton nach der am Freitag um 20.15 Uhr Ortszeit verkündeten Entscheidung. "Nach Ansicht des Originalfilms, des neuen Films und der Erklärungen der Fahrer ist deutlich geworden, dass die Bedingungen außergewöhnlich schlecht und noch schlechter als bei den zuvor hinter dem Safety Car gestarteten Rennen waren", begründeten die Rennkommissare um den deutschen FIA-Vizepräsidenten Hermann Tomczyk den Freispruch. Normale Maßstäbe seien nicht anzulegen.

Schumacher als Siebter bester Deutscher

Bester Deutscher in Schanghai war Ralf Schumacher (Kerpen/1:37,524) bei seinem vorletzten Rennwochenende im Toyota auf Platz sieben. Nico Rosberg (Wiesbaden/1:37,646) landete im Williams auf Rang neun. BMW-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach/1:38,388) blieb gleich zweimal wegen Defekten stehen und enttäuschte als 16. Spyker-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing/1:39,224) wurde 20., Sebastian Vettel (Heppenheim/1:39,404) belegte Position 22.

Auch die nach dem Unfall in Fuji gegen Vettel ausgesprochene Strafe gegen Vettel, der durch Hamiltons Manöver hinter dem Safety Car derart abgelenkt war, dass er mit seinem Toro Rosso dem Australier Mark Webber vom Schwesterteam Red Bull ins Heck krachte, nahmen die Sportkommissare der FIA am Freitag zurück. Ursprünglich hätte er beim Start in Schanghai um zehn Plätze nach hinten versetzt werden sollen.