2007.10.06 Neuss : Alonso wettert gegen Hamilton-Freispruch

Der Freispruch für Lewis Hamilton nach dem Crash in Fuji hat bei Teamkollege Fernando Alonso Unverständnis ausgelöst: "Wenn ich das so gemacht hätte, wäre ich mit einer Strafe ins Bett gegangen", sagte der Spanier

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Abgekühlte Beziehung: Lewis Hamilton und Fernando Alonso

Fernando Alonso hat den Freispruch für seinen Silberpfeil-Teamkollegen Lewis Hamilton kritisiert. "Wenn ich das so gemacht hätte, wäre ich sicher mit einer Strafe ins Bett gegangen", sagte der Spanier der Zeitung "Diario As". Zuvor hatte es schon von anderen Fahrerkollegen heftige Vorwürfe gegen den WM-Spitzenreiter gegeben.

Die drei Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA hatten Hamilton wegen seiner umstrittenen Fahrweise hinter dem Safety Car beim Großen Preis von Japan in Fuji zu einer Anhörung geladen. Eine Strafe wurde unter anderem wegen der "außergewöhnlich schlechten Bedingungen" bei dem Regenrennen nicht ausgesprochen. Nach einem zumindest grenzwertigen Manöver von Hamilton hatten Sebastian Vettel (Heppenheim) und Mark Webber (Australien) einen Unfall gebaut.

Wie Alonso meint auch Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien), das für Hamilton eine Strafe angemessen gewesen wäre: "Ich habe das Internetvideo gesehen. Das ganze Jahr hindurch wurden viele Fahrer schon für Kleinigkeiten bestraft, aber es gibt einen Fahrer, der nie irgendeine Strafe bekommt. Es scheint so, als ob sich jemand wünschen würde, dass Hamilton gewinnt."