2007.10.12 Neuss : Kein Beyer-Comeback in diesem Jahr

Der ehemalige Supermittelgewichts-Weltmeister Markus Beyer wird 2007 beim Sauerland-Boxstall kein Comeback mehr bestreiten. "Wir haben in diesem Jahr keinen Termin mehr frei", bestätigte Wilfried Sauerland.

pk
Kein Comeback 2007: Markus Beyer

Der ehemalige Supermittelgewichts-Weltmeister Markus Beyer wird 2007 nicht mehr für den Sauerland-Boxstall kämpfen. "Wir haben in diesem Jahr keinen Termin mehr frei", sagte dazu Wilfried Sauerland der Berliner Zeitung "B.Z.". Beyer dagegen drängt auf einen Fight noch in diesem Jahr: "Seit zwei Monaten stehe ich im Training. Ich will spätestens im Dezember boxen." Beyer hat einen Vertrag als Hauptkämpfer, die in diesem Jahr noch anstehenden drei Sauerland-Veranstaltungen haben allerdings bereits Hauptkämpfer mit Titelfights.

Der Promoter ist offenbar generell nicht mehr an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem 36-jährigen Beyer interessiert, er würde ihn sogar vorzeitig aus seinem am 31. Dezember auslaufenden Vertrag entlassen: "Ich habe nichts dagegen, wenn er auf einer Universum-Veranstaltung auftritt - zum Beispiel gegen Jürgen Brähmer. Oder auch bei Arena Box-Promotion. Ich würde sogar Ulli Wegner erlauben, ihn vorzubereiten. Vorausgesetzt, unser Coach will Markus trainieren."

"Wir werden sehen, ob er das Zeug zum Weltmeister hat"

Markus Beyer hatte seinen WBC-Titel am 14. Oktober in Kopenhagen verloren. Der Wahl-Bremer unterlag im Vereinigungskampf dem dänischen WBA-Champion Mikkel Kessler durch K.o. in der dritten Runde. Es war seine dritte Niederlage als Profi.

Nun besteht Beyer darauf, bis zum Vertragsende noch einmal bei Sauerland zum Einsatz zu kommen. "Am 18. August habe ich am Rande der Abraham-Gevor-WM in Berlin gesagt, dass ich weitermache", erklärte Beyer der B.Z.. "Zu spät", entgegnet Sauerland. Der Manager führt eine Klausel an, nach der Beyer bis zum 30. Juni seine Arbeitskraft hätte zur Verfügung stellen müssen.

Sauerland will seinem ehemaligen Aushängeschild aber noch eine Brücke bauen: "Markus kann Anfang nächsten Jahres zwei Aufbaukämpfe machen. Dann werden wir sehen, ob er noch mal das Zeug zum Weltmeister hat." Er fügt aber hinzu: "Natürlich nur mit einem neuen Vertrag zu deutlich geringeren Konditionen."