2007.10.14 Neuss : Weltcup endet für Timo Boll auf Platz vier

Bis ins Halbfinale des Weltcups in Barcelona hat sich Europameister Timo Boll durchgeschlagen. Dort sowie im Spiel um Platz drei musste sich der 26-Jährige jedoch den Chinesen Wang Hao und Wang Liqin geschlagen geben.

msc
Erst die Chinesen konnten Timo Boll schlagen

Trotz der gesundheitlichen Schwierigkeiten in den vergangenen Wochen hat Tischtennis-Europameister Timo Boll beim Weltcup in Barcelona eine souveräne Leistung gezeigt. Als bester Europäer erreichte der Weltranglistenvierte beim wichtigsten Turnier nach Olympia, Welt- und Kontinentalmeisterschaften den vierten Platz und erhielt dafür 10.000 Dollar Prämie.

Den zweimaligen Titelgewinner stoppten nach dem Einzug ins Halbfinale durch ein 4:1 gegen den auf Rang fünf eingestuften EM-Zweiten Wladimir Samsonow (Weißrussland) erst Chinas Asse: In der Vorschlussrunde unterlag Boll gegen den Weltranglistenersten und Olympia-Zweiten Wang Hao ebenso mit 0:4 wie danach im Spiel um Platz drei gegen Weltmeister Wang Liqin.

"Auch wenn mir die Chinesen meine derzeitigen Grenzen aufgezeigt haben, bin ich froh, dass ich selbst nach einer längeren Wettkampfpause gegen fast jeden Spieler der absoluten Weltklasse gewinnen kann", kommentierte der 26-Jährige sein internationales Comeback nach Grippe und vorangegangenen Rückenproblemen.

Tatsächlich nutzte Boll in Barcelona eine Woche nach seinem Ausfall für den World Team Cup in Magdeburg die Gelegenheit zur Sammlung von Matchpraxis und Stärkung des Selbstvertrauen. Schon in der Vorrunde hatte der Linkshänder durch deutliche Erfolge über Ex-Weltmeister Werner Schlager (Österreich) und den südkoreanischen Weltranglistensechsten Oh Sang-Eun überzeugt.

Gegen Wang Hao, der im Finale auf Olympiasieger Ryu Seung-Min (Südkorea) traf, hatte der deutsche Meister allerdings die erfolgreiche Revanche des Asiaten für die Endspielniederlage 2005 in Lüttich nicht verhindern können. "Die Chinesen", meinte Boll vor seiner Weiterreise zum europäischen Supercup-Turnier am Dienstag in Kasan/Russland, "spielen ein anderes Niveau und Tempo. Deswegen sind Wettkämpfe mit ihnen für mich so wichtig, damit ich mich künftig noch besser auf sie einstellen kann."