2007.10.18 Neuss : Madsen blickt Peking optimistisch entgegen

Nach dem deutschen Debakel bei der WM in Melbourne soll es im kommenden Jahr wieder aufwärts gehen: "Ich bin überzeugt, dass die DSV-Schwimmer bei Olympia gut abschneiden werden", sagt Sportdirektor Örjan Madsen.

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Örjan Madsen ist zuversichtlich

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) wird bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 wieder eine gute Rolle spielen - das glaubt zumindest Sportdirektor Örjan Madsen: "Ich bin überzeugt, dass die DSV-Schwimmer bei Olympia gut abschneiden werden. Wunder dauern bekanntlich immer etwas länger", sagte der Norweger, dessen Team zuletzt bei der WM in Melbourne im März enttäuscht hatte.

"Aber davon lasse ich mich nicht entmutigen. Teilziele haben wir auf unserem Weg durchaus erreicht. Wir befinden uns in einem fortwährenden Lernprozess, mich eingeschlossen", so Madsen. Letztlich werde er sich nur an den Ergebnissen in Peking messen lassen.

Auf dem Weg dorthin hatte Madsen vor allem auf Höhentrainingslager gesetzt, die in Melbourne aber noch nicht den erwarteten Erfolg brachten. Madsen: "Die allgemeine Wertung, die Ergebnisse der zurückliegenden Saison seien unbefriedigend, ist unabhängig vom Vorbereitungsort unserer Top-Athleten, ob nun Höhe oder Flachland." Dennoch wurden Kurskorrekturen vorgenommen, zum Beispiel die Abstände zwischen Trainingslager und Wettkampf-Höhepunkt von 28 auf 43 Tage verlängert.

"Den Akklimatisierungs-Zeitraum, die Zeitumstellung werden wir im Gegensatz zur WM in Melbourne bei den Spielen in Peking von zehn auf vierzehn Tage erweitern. Das heißt, wir werden unsere unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung auf Peking 14 Tage vor den Spielen in der gleichen Zeitzone in Singapur durchführen", sagt Madsen. Erst drei Tage vor Wettkampfbeginn werde man dann ins Olympische Dorf einziehen. Auch als Folge der schwachen WM sei bei rund 75 Prozent der Mitglieder des DSV-Top-Teams für Olympia mittlerweile regelmäßiges mentales Training üblich. "Der Einsatz von Psychologen gehört zu meinen elementarsten Forderungen", erklärt Madsen.