2007.10.27 Neuss : Auch Loeb bei Japan-Rallye neben der Spur

Für Citroen-Pilot Sebastien Loeb ist die Japan-Rallye vorzeitig beendet gewesen. Der Franzose kam wie am Tag zuvor der Finne Jari-Matta Latvala (Ford) von der Strecke ab. Damit spitzt sich der WM-Titelkampf weiter zu.

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Sebastien Loeb im Citroen

Sebastien Loeb hat bei der Japan-Rallye die Gunst der Stunde nicht nutzen können und eine Vorentscheidung im WM-Titelkampf verpasst. Für den Titelverteidiger war der 14. von 16 WM-Läufen rund um Kita Aikoku einen Tag nach dem Scheitern seines im WM-Gesamtklassement führenden Ford-Rivalen Marcus Grönholm (Schweden) ebenfalls vorzeitig beendet.

Der Citroen-Pilot wagte auf der 13. Wertungsprüfung der zweiten Etappe zu viel und kam wie der Finne Jari-Matta Latvala (Ford) von der Strecke ab. Der Grund war ein fehlerhafter Eintrag im "Gebetbuch" von Co-Pilot Daniel Elana (Monaco). "Wir sind daher wir die Rechtskurve zu schnell angegangen und abgeflogen", sagte der enttäuschte Loeb.

"Baum gestreift und in die Büsche gerutscht"

"Wir haben einen Baum gestreift und sind mit dem vorderen Teil des Autos in die Büsche gerutscht. Das Auto war zwar unbeschädigt, aber wir haben es nicht geschafft, es zurück auf die Straße zu bekommen", erklärte der Franzose, der mit dem vierten WM-Titel in Folge den Rekord von Tommi Mäkinen (Finnland) einstellen würde, weiter. Natürlich sei das ein Rückschlag im Titelkampf, aber "die Herausforderung, die letzten beiden Rallyes gewinnen zu müssen, ist sogar besonders stimulierend für mich".

Falls Loeb (100 Punkte) die Rallye nach dem Ausfall von Grönholm (104) am Samstag gewonnen hätte, dann hätte er aus einem Vier-Punkte-Rückstand eine Sechs-Punkte-Führung machen können. Selbst mit einem zweiten Platz hinter dem zweiten Ford-Piloten Mikko Hirvonen hätte Loeb seine Position deutlich verbessert. Das WM-Finale findet nach der Irland-Rallye (16. bis 18. November) traditionsgemäß bei der RAC-Rallye in Großbritannien (30. November bis 2. Dezember) statt.

Der WM-Dritte Hirvonen (74) fährt jetzt seinem zweiten Saisonsieg entgegen. "Die Prüfungen waren durch die nächtlichen Regenfälle extrem schlammig und rutschig. Als ich von den beiden Ausfällen hörte, habe ich das Tempo etwas herausgenommen", sagte der Finne, der mit 38,2 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Dani Sordo (Citroen) am Sonntag auf die Schlussetappe. Als Dritter hat der Norweger Henning Solberg (Ford) vor den letzten sieben Wertungsprüfungen bereits 1:51,7 Minuten Rückstand.