2007.10.28 Neuss : Hirvonen siegt in Japan dank Pech der Konkurrenz

Mikko Hirvonen hat bei der Japan-Rallye seinem dritten Saisonsieg gefeiert. Der Finne profitierte vom Pech von Ford-Teamkollege Marcus Grönholm und des dreimaligen Rallye-Weltmeisters Sebastien Loeb.

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Mikko Hirvonen (r.) feiert seinen Erfolg bei der Japan-Rallye

Des Einen Leid war bei der Japan-Rallye des Anderen Freud. Das Pech von Marcus Grönholm (Finnland) und dem dreimaligen Rallye-Weltmeisters Sebastien Loeb (Frankreich) nutzte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen zu seinem dritten Saisonsieg. Der 27-jährige Finne, der in diesem Jahr beim WM-Debüt der Norwegen-Rallye seines ersten Erfolg gefeiert hatte, verwies in seinem Ford Focus den Citroen-Piloten Dani Sordo (Spanien) nach 27 Wertungsprüfungen mit 37,4 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Dritter wurde der Norweger Henning Solberg (4:33,7 Minuten zurück) in einem weiteren Ford Focus. Hirvonen ist bei der vierten Austragung der Japan-Rallye nach Petter Solberg (Norwegen/2004), Grönholm (2005) und Loeb (2006) der vierte Gesamtsieger.

Sebastien Loeb konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und verpasste eine Vorentscheidung im WM-Kampf. Der Titelverteidiger aus Frankreich kam im Citroen C4 nach dem Scheitern seines im WM-Gesamtklassement führenden Rivalen Grönholm am Tag danach auf der 13. Wertungsprüfung ebenfalls von der Strecke ab.

Falscher Eintrag im "Gebetbuch" lässt Loeb von der Strecke abkommen

Der Grund war ein fehlerhafter Eintrag im "Gebetbuch" von Co-Pilot Daniel Elena (Monaco). "Wir sind deshalb eine Rechtskurve zu schnell angegangen und abgeflogen", berichtete der enttäuschte Loeb, der mit dem vierten WM-Titel in Folge den Rekord des Finnen Tommi Mäkinen einstellen würde.

Immerhin kann sich Loeb (100 Punkte) damit trösten, dass er Grönholm (104) mit zwei Siegen bei der Irland-Rallye (16. bis 18. November) und beim traditionellen Saisonfinale in Großbritannien (30. November bis 2. Dezember) noch aus eigener Kraft abfangen kann. Hirvonen (84 Punkte) kann selbst mit zwei Siegen (20 Punkte) und gleichzeitigen Ausfällen seiner Konkurrenten nicht mehr den Titel gewinnen, weil er dann bei Punktgleichheit weniger Siege hätte.