2007.11.04 Neuss : Emden baut Tabellenführung aus, Wuppertal patzt

Der Wuppertaler SV hat am 16. Spieltag in der Regionalliga Nord eine 0:2-Heimpleite gegen den Hamburger SV II kassiert. Kickers Emden schlug Rot-Weiss Ahlen mit 1:0 und baute seine Tabellenführung auf vier Punkte aus.

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Kickers Emden hat seine Tabellenführung ausgebaut

Kickers Emden bleibt in der Regionalliga Nord weiterhin das Maß aller Dinge. Die Ostfriesen feierten am 16. Spieltag einen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Rot-Weiss Ahlen und bauten damit ihre Tabellenführung weiter aus. Da die Pokal-Helden von Verfolger Wuppertaler SV müde waren und eine 0:2 (0:0)-Heimpleite gegen die Reserve des Hamburger SV kassierten, vergrößerte sich der Emder Vorsprung auf den Tabellenzweiten bereits auf vier Punkte. Rot-Weiss Essen und Dynamo Dresden trennten sich vor 11.017 Zuschauern 1:1 (1:1).

Neitzel lässt Emden jubeln

Ein verwandelter Foulelfmeter von Enrico Neitzel (10.) bescherte Spitzenreiter Emden im achten Heimspiel bereits den siebten Sieg. Die Ahlener gingen nach zuletzt fünf Auswärtsspielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Platz.

Vier Tage nach der Pokal-Sensation gegen Hertha BSC Berlin (2:0) und dem folgenden Traum-Los Bayern München wurden die Wuppertaler hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sidney Sam (53.) und Christian Wimmer (56.) schockten die diesmal nur 3.842 Zuschauer im Zoo-Stadion mit einem Doppelschlag. "Es ist uns nicht gelungen, die Euphorie mitzunehmen. Uns hat der richtige Biss gefehlt, wir sind in Schönheit gestorben", kritisierte Wuppertals Trainer Wolfgang Jerat.

Ebenso wie Wuppertals haben auch Rot-Weiß Erfurt nach dem 4:1 (1:1) gegen den 1. FC Magdeburg als Tabellenzweiter und Fortuna Düsseldorf nach dem 1:0 (1:0) beim VfL Wolfsburg II als Vierter 28 Zähler auf dem Konto.

Essen vergibt gute Chance

Rot-Weiß Essen verpasste drei Tage nach dem Pokal-Triumph gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:1) die Chance, bis auf drei Zähler an einen Aufstiegsplatz heranzukommen. Gegen Dynamo Dresden reichte es nur zu einem 1:1 (1:1). "Obwohl den Jungs das Pokal-Spiel noch in den Knochen steckte, haben sie in der zweiten Halbzeit eine phantastische Leistung geboten. Nur das Siegtor hat gefehlt", schwärmte RWE-Trainer Heiko Bonan.

Das Signal zu einem Essener Sturmlauf gab aber erst Torhüter Daniel Masuch, der einen Foulelfmeter von Ivo Ulich abwehrte (48.). "Ich war gut vorbereitet, kannte seine Ecke", freute sich Masuch. Dynamo-Trainer Eduard Geyer gab zu: "Nach dem Strafstoß haben wir nur noch reagiert, müssen mit dem Punkt zufrieden sein."

Die Siegesserie von Union Berlin, zuvor viermal in Serie erfolgreich, endete mit dem mageren 0:0 gegen den auswärtsstarken Neuling SC Verl. Die Ostwestfalen haben damit 13 ihrer insgesamt 15 Zähler auf fremden Plätzen eingefahren. Die Eisernen behaupten weiter Platz fünf. "Wir können mit dem Punkt leben", sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

Debüt von Fuchs missglückt

Missglückt ist das Debüt von Uwe Fuchs, dem neuen Trainer beim VfB Lübeck. Beim Aufsteiger SV Babelsberg 03 unterlagen die Grün-Weißen 0:1 (0:1) und rutschten sogar auf Rang 15 ab. Ein Tor von Daniel Frahn (36.) bescherte den Babelsbergern den ersten Sieg unter der Regie des neuen Trainers Dietmar Demuth. Dadurch zogen sie am VfB Lübeck vorbei.

Weiter auf dem Vormarsch ist Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig nach dem 2:1 (0:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen. Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann, die seit acht Punktspielen ungeschlagen ist, trennen trotz des katastrophalen Saisonstarts jetzt nur noch zwei Zähler vom zehnten Tabellenplatz, der am Ende zur Qualifikation für die neue 3. Liga reichen würde. Andre Schembri (51.) sorgte für die Braunschweiger 1:0-Führung. Nach dem Ausgleich durch Thomas Schlieter (71.) gelang Kosta Rodrigues (86.) mit einem Fernschuss aus rund 30 Metern vor 12.300 Zuschauern an der Hamburger Straße der Siegtreffer.

Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann, die seit acht Punktspielen ungeschlagen ist, trennen trotz des katastrophalen Saisonstarts jetzt nur noch zwei Zähler vom zehnten Tabellenplatz, der am Ende zur Qualifikation für die neue 3. Liga reichen würde. Möhlmann: "Wir sind auf dem richtigen Weg."

Auch Werder Bremen II liegt nach dem 3:1 (0:1) gegen den Tabellenvorletzten Energie Cottbus II voll im Soll.