2007.11.04 Neuss : Renault will Alonso "ganz oder gar nicht"

Eine Rückkehr des entthronten Weltmeisters Fernando Alonso kommt für Renault nur längerfristig in Frage. "Ein Vertrag für ein Jahr würde keinen Sinn machen", sagte Teamchef Flavio Briatore und bleibt optimistisch.

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Erfolgsduo vergangener Tage: Fernando Alonso (l.) und Flavio Briatore

Renault-Teamchef Flavio Briatore will keine halben Sachen machen und den entthronten Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso nur längerfristig zurückholen. Ein Engagement nur für die kommende Saison kommt nicht in Frage. "Ich weiß, wieviel er Renault immer noch geben kann. Aber ein Vertrag für ein Jahr würde keinen Sinn machen", sagte Briatore der Gazzetta dello Sport und erklärte, dass er bereits einen unterschriftsreifen Vertrag für den verlorenen Sohn ausgearbeitet habe: "Ich habe ihm ein Projekt für die Zukunft vorgelegt. Wenn das mit seinen Plänen zusammenpasst, kann es klappen."

Spekulation: nach "Übergangsjahr" zu Ferrari

Alonso war nach der Saison 2006 und zwei WM-Titeln in Folge von Renault zu McLaren-Mercedes gewechselt. Nach vielen Animositäten und einem Erpressungsversuch gegen das eigene Team war der 26 Jahre alte Spanier am vorigen Freitag vorzeitig aus seinem Drei-Jahres-Vertrag entlassen worden. Als sein neuer Favorit galt zuletzt Red Bull. Neben Renault hat auch Toyota Interesse an dem Asturier bekundet, ein Wechsel zu Williams ist ebenfalls im Gespräch. Möglicherweise will sich Alonso nur für ein Jahr binden, um danach eventuell zu Ferrari zu wechseln.

Von der spanischen Sportzeitung Marca wurde Briatore zudem zitiert, man müsse abwarten, was bis Dienstag passiere. Nach der Trennung von den "Silberpfeilen" hatte es am Freitag noch geheißen, Alonso wolle erst einmal Urlaub machen und in Ruhe die Entscheidung über seine Zukunft treffen.