2007.11.05 Neuss : Formel-1-Comeback für Schumacher kein Thema

Manager Willi Weber hat Spekulationen über die Rückkehr seines Schützlings Michael Schumacher in die Formel 1 eine klare Absage erteilt. Gerüchte über ein Engagement bei Mercedes seien "völlig absurd und abwegig."

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Michael Schumacher wird nicht als Fahrer in die Formel 1 zurückkehren

Auch wenn die Vorstellung einer Rückkehr Michael Schumachers in die Formel 1 für viele deutsche Motorsport-Fans verlockend sein dürfte - realistisch sind solche Gedankenspiele nicht. Manager Willi Weber hat Spekulationen über ein Engagement des zurückgetretenen Rekordweltmeister als zweiter Pilot bei McLaren-Mercedes zurückgewiesen. Nachdem Williams-Mitbesitzer Patrick Head laut Bild-Zeitung dem Mercedes-Team vorgeschlagen hatte, Schumacher für ein Jahr aus seinem Ruhestand zurückzuholen, schloss Schumachers Manager eine solche Sensation kategorisch aus.

"Das ist völlig absurd und abwegig", sagte Weber dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Michael hat einen Vertrag bei Ferrari und dort einen Job, der ihm gefällt. Ferrari ist unser Partner für die nächsten Jahre. Und wenn es ihn wirklich noch einmal jucken sollte, wonach es nicht aussieht, dann ist Ferrari seine einzige Wahl."

Da vor allem Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) als heißer Kandidat für das zweite Silberpfeil-Cockpit neben dem Briten Lewis Hamilton gehandelt wird, wollte Head mit seiner Aussage vielleicht nur von seinem Schützling ablenken. Schließlich will Teamchef Sir Frank Williams den 22 Jahre alten Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg unbedingt selbst behalten - zumindest noch für 2008.

"Warum holt McLaren nicht Michael Schumacher aus der Rente?", hatte Head laut Bild jetzt gesagt: "Michael ist noch fit. Und ich gehe davon aus, dass es für ihn langweilig ist, nur an der Boxenmauer zu sitzen."

Schumacher: "Kapitel Formel 1 abgeschlossen"

Doch auch Schumacher selbst hatte zuletzt immer wieder betont, dass ihm sein aktuelles Leben als Privatmann und Ferrari-Berater mit eigener Zeiteinteilung sehr gut gefällt. "Alles in allem kann ich nur immer wieder sagen, dass es mir und meiner Familie in unserem jetzigen Leben wunderbar geht", hatte der Kerpener erst vor gut zwei Wochen vor dem Saisonfinale in Sao Paulo gesagt, bei dem dann sein Ferrari-Nachfolger Kimi Räikkönen (Finnland) den Titel holte.

Schumacher fährt nur noch zum Spaß Rennen - wie in Kürze bei einem Kartrennen seines Freundes Felipe Massa in Brasilien oder dem Race of Champions am 16. Dezember in London, wo der siebenmalige Weltmeister mit Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel (Heppenheim) das deutsche Team bildet.

"Ich liebe es immer noch zu fahren, und ich fahre ja noch immer, nur auf andere Weise halt. Aber das Kapitel Formel 1 ist abgeschlossen. Meine neue Herausforderung ist es jetzt, neben meiner Beratertätigkeit so viel schöne Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Ich bereue nichts, ich fühle mich frei", hatte der Kerpener Ende Oktober anlässlich der Verleihung des Preises Prinz von Asturien in Oviedo erklärt.