2007.11.05 Neuss : Kamerun uneins über Engagement von Pfister

Otto Pfister muss um sein Engagement als Nationaltrainer Kameruns bangen. Nach einem Machtkampf zwischen dem nationalen Fußball-Verband Kameruns und Sportminister Augustin Edjoa steht der deutsche Coach auf der Kippe.

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Otto Pfister steht auf der Kippe

Eigentlich schien bereits alles in trockenen Tüchern, doch nach einem Machtkampf zwischen Fußball-Verband Fecafoot und Sportminister Augustin Edjoa wird Otto Pfister nun wohl doch nicht neuer Trainer von Kameruns Nationalmannschaft. Fecafoot-Präsident Mohamed Iya erklärte, dass der Verband den Vertrag mit dem von Sportminister Edjoa vorgeschlagenen Pfister nicht unterzeichnen werde.

Pfister sollte eigentlich Mitte der Woche nach Jaunde reisen, um den Kontrakt unterzeichnen. Der 70-Jährige, der derzeit als Vereinscoach beim sudanesischen Erstligisten Al Merriekh Omdurman arbeitet, sollte die Nachfolge des im Januar zurückgetretenen Niederländers Arie Haan antreten und die unzähmbaren Löwen auf den Afrika-Cup im kommenden Jahr vorbereiten.

Für Pfister wäre es das bereits achte Engagement in einem afrikanischen Land gewesen. Bereits bei der WM 2006 in Deutschland hatte es Wirbel um den Weltenbummler gegeben, als er vor dem ersten Spiel wegen eines Prämienstreits als Nationaltrainer Togos zurücktrat, zwei Tage später auf Bitten der Spieler aber zurückgekehrte. Nach der WM sollte sein Vertrag eigentlich bis 2008 verlängert werden, doch Pfister suchte eine neue Aufgabe.