2007.11.08 Neuss : Pele drückt England für WM 2018 die Daumen

Fußball-Ikone Pele hat sich bei der Frage nach dem WM-Gastgeber 2018 auf die Seite Englands geschlagen. "Zwölf Jahre Abstand zur WM in Deutschland ist lang genug", sagte Brasiliens Fußball-Ikone in Sheffield.

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Pele gönnt England die WM

Brasiliens Fußball-Ikone Pele gönnt dem "Mutterland des Fußballs" die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2018. "England ist immer vorbereitet auf eine WM. Das Land braucht keine neuen Stadien zu bauen, weil es schon gute besitzt", sagte der 67-Jährige in Sheffield, wo der einstige Stürmerstar die 150-Jahr-Feier von Sheffield United besuchte. Der englische Zweitligist ist der älteste Verein der Welt.

"Ich denke, dass zwölf Jahre Abstand zur WM in Deutschland lang genug ist, und dass England als europäisches Land die WM bekommen kann", erklärte Pele, der schon 1966 als Spieler selbst eine WM-Endrunde auf der britischen Insel erlebt hatte.

Auch Japan macht sich Hoffnungen auf die WM 2018

Der Weltstar freute sich zudem über den Zuschlag für Brasilien zur Ausrichtung der WM-Endrunde 2014: "Es ist fantastisch. Die Brasilianer lieben und leben den Fußball." Mögliche Probleme in der Vorbereitung wischte Pele vom Tisch: "Brasilien kann vielleicht nicht jetzt die WM ausrichten, aber es gibt kein Zweifel, dass Brasilien vorbereitet sein wird, das Turnier in sieben Jahren zu stemmen."

Unterdessen hat auch Japans Verband sein Interesse an der Ausrichtung der WM 2018 unterstrichen. "Es ist schwierig, zu sagen, ob Japan um die WM-Vergabe mitbieten kann, aber wir wollen der Welt schon mal zeigen, dass wir die Möglichkeit ins Auge gefasst haben", erklärte Verbandsboss Saburo Kawabuchi. Ein Komitee soll die Möglichkeiten einer WM-Bewerbung für 2018 prüfen. Japan war zusammen mit Südkorea bereits Co-Gastgeber der WM-Endrunde 2002.