2007.11.12 Neuss : Olympisches Dopinglabor in Peking eröffnet

Neun Monate vor Beginn der Sommerspiele in Peking ist am Montag das olympische Dopinglabor eröffnet worden. Zudem hat die Anti-Doping-Agentur CADA zum Wochenbeginn offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

mw
Das olympische Dopinglabor in Peking ist eröffnet

In Peking ist am Montag das olympische Dopinglabor eröffnet worden. Während der Sommerspiele 2008 sollen hier insgesamt 4500 Tests durchgeführt werden. Zum Wochenbeginn nahm außerdem die chinesische Anti-Doping-Agentur CADA offiziell ihre Arbeit auf.

"Während Olympia werden in dem Labor rund 150 Personen beschäftigt sein, darunter 20 Ausländer", sagte CADA-Direktor Du Lijun in der chinesischen Hauptstadt und geriet danach förmlich ins Schwärmen: "Es ist das größte Labor mit der besten Ausrüstung. Wir werden es zum besten Labor der Welt machen."

Nach Angaben von Du Lijun werden bis zu den Olympischen Spielen rund 40.000 Dopingproben analysiert, darunter auch von Sportlern aus Hongkong, Macau und Nachbarländern wie Vietnam. "Mit dem Start der CADA hat unsere Regierung einen Durchbruch im Anti-Doping-Kampf geschafft", sagte Duan Shijie, der Vizepräsident des Pekinger Olympia-Organisationskomitees BOCOG.

Doping immer noch ein Problem in China

Gleichzeitig bekannte er: "Das Dopingproblem existiert in China weiterhin und führt von Zeit zu Zeit zu größeren Problemen. Es geht von den Profis bis zu den Amateuren, von professionellen Wettbewerben bis zum Schulsport."

Nach zahlreichen Dopingfällen in den 90er Jahren stehen chinesische Sportler oftmals unter einem generellen Dopingverdacht. Im September hatten US-Offizielle zudem erklärt, dass die Mehrzahl der Dopingmittel und des Zubehörs aus China stammten. Zudem hatte es in den letzten Wochen wieder einige positive Fälle chinesischer Athleten gegeben.