2007.11.15 Neuss : Verirrte Material-Container in Macau angekommen

Mit viertägiger Verspätung hat das BMW-Werksteam Schnitzer seine Werkzeuge und Ersatzteile für das Saisonfinale der Tourenwagen-WM am Sonntag in Macau erhalten. Die Container waren zwischenzeitlich in Singapur gelandet.

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Jörg Müllers BMW-Team bekommt Werkzeuge und Ersatzteile

Nach vier Tagen Wartezeit sind die Werkzeuge und Ersatzteile des BMW-Werksteams Schnitzer von Jörg Müller (Hückelhoven) und einiger anderer Rennställe am Donnerstag endlich in Macau eingetroffen. Dort wird am Sonntag (5.00 und 6.15 Uhr MEZ/live bei Eurosport) das Saisonfinale der Tourenwagen-WM ausgetragen. Damit konnten die Vorbereitungen auf das mit Spannung erwartete Saisonfinale beginnen, in dem neben Müller noch fünf weitere Fahrer Titelchancen besitzen.

Wegen der verspäteten Frachtanlieferung musste der Automobil-Weltverband FIA allerdings den Zeitplan für das Wochenende verändern. Der ursprünglich für Donnerstag vorgesehene Test wurde auf Freitag verschoben. Die beiden freien Trainingssitzungen und das Qualifying sollen nun am Samstag, der eigentlich nur den sieben Rahmen-Rennserien vorbehalten war, durchgeführt werden. Damit scheint die drohende Absage der beiden Sprintrennen am Sonntag endgültig vom Tisch zu sein.

Container irrtümlich in Singapur ausgeladen

Einen genauen Grund für die Probleme beim Transport nannte die FIA bisher nicht. Die am 12. Oktober in Genua verschifften Container, in denen sich auch die Reifen aller WM-Teilnehmer befanden, wurden auf dem Seeweg in die frühere portugiesische Kronkolonie in China bereits irrtümlich in Singapur ausgeladen. Als dieser Fehler auffiel, war es für eine weitere Seefracht bereits zu spät. Deshalb wurden insgesamt 90 Tonnen Material auf 29 Paletten umgepackt und per Flugzeug nach Macau transportiert.

Laut Aussage einiger Teammanager fehlen immer noch einige Kleinteile, die man aber verschmerzen kann. Ärgerlich sind dagegen beschädigte Ersatz-Blechteile wie Türen und Hauben, die bei der unplanmäßigen Reise zum Teil arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Betroffen waren neben dem Schnitzer-Team aus Freilassing noch vier weitere Mannschaften, darunter das Seat-Werksteam und die werksunterstützte Truppe von Ex-Weltmeister Roberto Ravaglia, der einen BMW 320si für den beinamputierten Italiener Alessandro Zanardi einsetzt.

Das in einem zweiten Rutsch von Antwerpen verschiffte Equipment der übrigen Teams war ebenso unversehrt im Spielerparadies Macau angekommen wie die Rennautos, die in einer gesonderten Fracht nach Hongkong geflogen worden waren.