2007.11.16 Neuss : Grönholm nach Unfall in Irland aus dem Rennen

Auf der vierten Sonderprüfung des vorletzten WM-Saisonlaufs in Irland musste der Finne Marcus Grönholm nach einem Unfall aufgeben. Damit scheint der Weg zum Weltmeistertitel für Konkurrent Sebastien Loeb frei.

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Kam von der Strecke ab: Marcus Grönholm

Vom Kurs auf den Weltmeistertitel abgekommen ist der Finne Marcus Grönholm nach einem Unfall bei der Irland-Rallye. Auf der vierten Sonderprüfung des vorletzten WM-Laufes der Saison kam der zuvor Drittplatzierte 39-Jährige von der Strecke ab, dabei rissen zwei Räder an der Fahrerseite seines Ford Focus ab, und er musste aufgeben. Bereits bei der Japan-Rallye war Grönholm zuletzt nach einem Unfall ausgeschieden, hatte aber Glück, dass sein WM-Rivale Sebastien Loeb (Frankreich) daraus kein Kapital schlug, weil er ebenfalls nach einem Unfall aufgeben musste.

Bei der WM-Premiere in Irland könnte Loeb aber nach dem Grönholm-Patzer einen großen Schritt in Richtung seines vierten WM-Titels in Folge machen. Im Fall eines Sieges würde er seinen Vier-Punkte-Rückstand auf Grönholm in einen Sechs-Punkte-Vorsprung verwandeln. Selbst bei Platz zwei, auf den er zwischenzeitlich nach leichten Problemen mit einem undichten Stoßdämpfer zurückgefallen war, würde er mit einem Vier-Punkte-Polster ins WM-Finale in Wales (30. November bis 2. Dezember) gehen.

Punkteränge für Grönholm außer Reichweite

Am Ende der ersten Etappe hatte Loeb am späten Nachmittag aber wieder die Spitze mit 14,0 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Dani Sordo (Spanien) übernommen. Grönholms Teamkollege Mikko Hirvonen, der nach dem Ausfall der beiden Superstars in Japan gewonnen hatte, belegte mit bereits 1:39,8 Minuten Rückstand auf Loeb nur Rang vier und dürfte seinem finnischen Landsmann kaum Schützenhilfe leisten können.

Grönholm klagte laut eines Teamsprechers nach dem Unfall zunächst über Unwohlsein und wurde zur Sicherheit in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut den Veranstaltern wurde der Finne aber nach mehreren Untersuchungen ohne Befund wieder entlassen. Der Ford-Pilot dürfte nach erfolgreicher Reparatur seines Autos am Samstag zur zweiten Etappe wieder antreten, hätte dann aber einen uneinholbaren Rückstand. Für das Auslassen der restlichen fünf Prüfungen am Freitag bekäme er insgesamt 25 Minuten Strafzeit und hätte damit keine Chance mehr, noch in die acht Punkteränge zu fahren.