2007.11.17 Neuss : Müllers Chancen auf Tourenwagen-Titel gesunken

Nach Platz 15 in der Qualifikation zum vorletzten Rennen der Saison in Macau muss BMW-Werksfahrer Jörg Müller seine Hoffnungen auf den Titel bei der Tourenwagen-WM wohl begraben. Beste Chancen hat nun Yvan Muller (Seat).

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Jörg Müller kann seine Titelhoffnungen wohl abhaken

BMW-Werksfahrer Jörg Müller muss seine Hoffnungen auf den Titel in der Tourenwagen-WM wohl begraben. Der 38 Jahre alte Vize-Weltmeister aus Hückelhoven wird beim Saisonfinale am Sonntag in Macau (5.00 Uhr und 6.20 Uhr MEZ/live bei Eurosport) nur von Startplatz 15 ins vorletzte Rennen des Jahres gehen.

"Ich hatte keinen guten Windschatten, aber den braucht man auf den langen Geraden für eine bessere Startposition", sagte der frustrierte Müller dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Damit sind meine Chancen auf den WM-Titel bei 15 Punkten Rückstand wohl auf den Nullpunkt gesunken." Müller liegt in der WM-Wertung mit 66 Punkten nur auf Rang vier.

Er will "aber wenigstens dafür kämpfen, dass BMW zum dritten Mal in Folge den Titel in der Herstellerwertung gewinnt", versprach er. Doch auch dieses Unterfangen - BMW liegt nur zehn Punkte vor Seat (237:227) - wird nicht leicht, denn auch Titelverteidiger und Tabellenführer Andy Priaulx (Großbritannien/81 Punkte), der in den beiden vergangenen Jahren von der "Pole" jeweils zum WM-Triumph fuhr, steht nur auf Startplatz zehn. Die Hoffnungen der Münchner ruhen deshalb auch auf dem Tabellendritten Augusto Farfus (Brasilien/71), der sich im zweiten Schnitzer-BMW 320si den vierten Startplatz sicherte.

Muller mit guten Titelchancen

Hinter dem früheren DTM-Piloten Alain Menu (Schweiz), der im Chevrolet Lacetti zum fünften Male in dieser Saison auf die Pole Position fuhr, steht dank Diesel-Power Seat-Speerspitze Yvan Muller (Frankreich), der punktgleich mit Priaulx nur aufgrund der schlechteren Einzelresultate Gesamtrang zwei belegt, auf Startposition zwei. Die weiteren Titelkandidaten, der Italiener Nicola Larini (Chevrolet/61) und der Brite James Thompson (Alfa/69), starten von den Positionen fünf und acht.

Der beinamputierte Italiener Alessandro Zanardi rangiert als zweitbester BMW-Pilot auf Startplatz zehn. Sein Markenkollege, Privatfahrer Franz Engstler (Wiggensbach) holte in einem BMW 320i Startposition 22 unter insgesamt 30 Teilnehmern. In den beiden Sprintrennen über je neun Runden (55,08 km) werden noch insgesamt 20 Punkte vergeben.