2007.11.20 Neuss : Hoeneß stärkt Bierhoff-Kritiker Völler den Rücken

Im Streit zwischen Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Rudi Völler hat sich nun auch Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß zu Wort gemeldet und Partei für den Sportdirektor von Bayer Leverkusen ergriffen.

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Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Rudi Völler sind in ihrer hitzigen Debatte nicht länger alleine. Am Dienstag meldete sich Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß zu Wort und stärkte dabei dem Sportdirektor von Bayer Leverkusen den Rücken. "Ich teile die Ansicht, dass Oliver Bierhoff immer ein bisschen besserwisserisch rüberkommt. Er will uns klarmachen, dass im Zuge der guten Erfolge der Nationalmannschaft alles gut für den Fußball aussieht. Ich glaube nicht, dass er Rudi Völler oder mir ein X für ein U vormachen kann. Er wäre gut beraten, diese permanenten Schlaumeiereien für sich zu behalten", sagte Hoeneß dem DSF.

Bierhoff hatte in Anbetracht des schwachen Abschneidens der deutschen Vereine im Europacup einen runden Tisch mit den Klubtrainern angeregt. Vor allem der öffentlich immer wieder geäußerte Wunsch von Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw nach einer einheitlichen Spielform hatte Völler maßlos aufgeregt. "Ich glaube nicht, dass wir dafür den Herrn Bierhoff brauchen, um das einzuführen (Alternative Trainingsformen/Anmerk. d. Red.). Ich bin einfach der Meinung, es steht Oliver Bierhoff nicht zu, die Bundesliga als Ganzes permanent so kritisch zu sehen", sagte Hoeneß weiter.

Man könne ja unterschiedlicher Meinung sein, die Dinge sollten aber nach Auffassung des Bayern-Managers intern besprochen werden. Bierhoff solle "Kritik, wenn sie berechtigt ist, auch ansprechen. Wir sind ja keine, die nicht für Kritik empfänglich sind. Ich bin immer einer, der sich permanent in Frage stellt". Theo Zwanziger als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und auch Bundestrainer Joachim Löw haben sich bereits am Dienstag eingeschaltet, um in dem schwelenden Konflikt zu vermitteln.