2007.11.23 Neuss : Aufsteiger Karlsruhe mischt weiter die Liga auf

Aufsteiger Karlsruher SC hat zum Auftakt des 14. Bundesliga-Spieltags einen 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin gefeiert. Mit nunmehr 26 Punkten wahren die Badener weiter den Kontakt zur Tabellenspitze.

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Obenauf: Karlsruhes Michael Mutzel (o.)

Hertha BSC Berlin hat seine Auswärtsschwäche auch nach der Länderspielpause nicht in den Griff bekommen und dümpelt weiter im Tabellen-Mittelfeld der Bundesliga vor sich hin. Die Berliner unterlagen am 14. Spieltag beim nach wie vor überraschend starken Aufsteiger Karlsruher SC 1:2 (1:0) und kassierten damit die vierte Pleite in der Fremde in Folge. Tamas Hajnal (56.) und Sebastian Frei (66.) drehten mit ihren Toren die Partie zu Gunsten des Tabellenvierten aus Baden. Marko Pantelic hatte die Hertha in Führung gebracht (35.).

KSC zu Beginn klar besser

Vor 29.217 Zuschauern im Wildparkstadion konnten die Gastgeber, die ohne Stammtorwart Markus Miller (Kreuzbandriss), Christian Timm (Grippe), Alexander Iaschwili (Verdacht auf Pfeiffersche Drüsenfieber) sowie Christopher Reinhard (Knöchelbruch) auskommen mussten, in den ersten Minuten mit druckvollem Spiel überzeugen und waren die klar bessere Mannschaft.

Das Team um Spielmacher Hajnal, dessen Wahl zu Ungarns Fußballer des Jahres kurz vor der Partie bekanntgegeben wurde, drängte die Berliner in dieser Phase durch agressives Pressing und schnell vorgetragene Angriffe weitgehend in die Defensive. Die Hertha hatte den Kombinationen der Platzherren kaum etwas entgegenzusetzen, konnte den Rückstand aber trotz guter Chancen des Südafrikaners Bradley Carnell (5.) und des Albaners Edmond Kapllani (7.) vermeiden.

Den Gästen war das Fehlen der brasilianischen Nationalspieler Gilberto und Mineiro, die nach ihren Länderspieleinsätzen für die Selecao erst am Freitagvormittag zurück nach Deutschland gekommen waren, deutlich anzumerken. Allerdings ließen die Karlsruher mit zunehmender Spieldauer die nötige Präzision in der Offensive immer mehr vermissen, so dass die Hertha das torlose Remis zunächst ohne große Probleme halten konnte.

Ab Mitte der ersten Hälfte verstärkten die Badener wieder ihre Bemühungen und erarbeiteten sich ihre Chancen fast im Minutentakt. Doch Carnell (23.), Kapllani (23., 27.), Christian Eichner (24.) und Sebastian Freis (27.) brachten trotz großer Gelegenheiten den Ball nicht im Tor von Berlins Keeper Jaroslav Drobny unter.

Schock vor der Pause

Wie fast nicht anders zu erwarten war, wurde der KSC für die schwache Chancenauswertung durch den siebten Saisontreffer von Pantelic bestraft. Nach der Führung agierten die Profis aus der Hauptstadt mit wesentlich größerem Selbstvertrauen als zuvor. Die Gastgeber wirkten dagegen bis zur Pause geschockt.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich der KSC wieder steigern und war um den Ausgleich bemüht. Das Engagement der Gastgeber wurde in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs allerdings nicht belohnt, da die mittlerweile äußerst konzentriert in der Defensive agierenden Berliner kaum Chancen zuließen. Den vierten Saisontreffer Hajnals konnten die Gäste aber dennoch nicht verhindern. Nach dem Ausgleich drängten die Badener auf den Sieg und Freis brachte die Gastgeber mit seinem Tor auf den richtigen Weg.