2007.11.23 Neuss : Favoriten siegen bei Kurzbahn-DM

Bei der Kurzbahn-DM der Schwimmer sind die Favoriten ihrer Rolle gerecht geworden. Steffen schwamm auch ohne neuen Rekord zum Titel, Rupprath, Liebs und Biedermann siegten ebenfalls. Buschschulte fehlte wegen einer OP.

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Hat nach ihrer Goldmedaille gut lachen: Britta Steffen

Bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften der Schwimmer haben sich die Favoriten um Europameisterin Britta Steffen auch ohne neue Rekordzeiten durchgesetzt. Steffen sicherte sich über ihre Paradestrecke 100m Freistil, wo sie am vergangenen Wochenende beim Weltcup in Berlin deutschen Rekord geschwommen war, in 52,45 Sekunden die Goldmedaille vor der Staffel-WM-Zweiten Petra Dallmann (53,53) aus Heidelberg. Beide unterboten damit souverän die Norm für die Kurzbahn-EM im Dezember in Debrecen.

Rupprath mit seinem 47. DM-Titel

Seinen 47. DM-Titel im 25-m-Becken sicherte sich Thomas Rupprath. Der Rostocker holte über seine Weltrekordstrecke 50m Rücken sein neuntes Gold in Folge und ließ in 23,59 Sekunden auch Langbahn-Europameister Helge Meeuw aus Frankfurt hinter sich, der 23,94 Sekunden benötigte.

Für die Kurzbahn-EM war Rupprath daher zuversichtlich: "Das heutige Rennen hat mir gezeigt, dass ich in Debrecen meinen eigenen Weltrekord angreifen kann." Über 50m Schmetterling musste er sich mit Platz zwei hinter dem Potsdamer Johannes Dietrich zufrieden geben.

Biedermann ohne Rekordzeit zum Titel

Nicht ganz an seine Glanzleistung vom deutschen Rekord am vergangenen Wochenende über 200m Freistil anknüpfen konnte Paul Biedermann. Der 21-Jährige aus Halle/Saale schwamm aber in 1:43,38 Minuten ungefährdet zum Titel und unterbot ebenso wie der Zweite Benjamin Starke (Berlin/1:45,06) die Norm für Debrecen. "Das war mein vierter Wettkampf kurz hintereinander. Langsam spüre ich, wie meine Kräfte schwinden", so Biedermann.

Im starken Feld über 100m Brust bei den Frauen sicherte sich die deutsche Rekordhalterin Sarah Poewe aus Wuppertal den Titel vor Simone Weiler (Heidelberg). Die Krefelderin Anne Poleska, Olympia-Dritte über die doppelte Distanz, wurde Vierte.

Liebs schwimmt trotz Verletzung zum Sieg

Wegen eines Ermüdungsbruchs im vierten Lendenwirbel trat Annika Liebs (Würzburg) in Essen nur über die für sie langen 800m Freistil an - und gewann dort gleich den Titel vor Freiwasser-Weltmeisterin Britta Kamrau-Corestein (Rostock). In zwei Wochen will Liebs noch ein Meeting in Eindhoven schwimmen und dann erstmal pausieren.

Gar nicht erst am Start war über 200m Rücken die Olympia-Dritte Antje Buschschulte. Die Magdeburgerin, die am vergangenen Wochenenden beim Weltcup in Berlin noch mit Europarekord über 50m Rücken geglänzt hatte, ließ sich am Montag in der Schulter operieren. Nach einem Eingriff ohne Komplikationen hat sie das Krankenhaus aber am Mittwoch schon wieder verlassen können und absolviert derzeit eine Physiotherapie.