2007.11.23 Neuss : Gewichtheber-WM mit zwölf Dopingfällen

Bei der WM der Gewichtheber in Chiangmai/Thailand gab es zwölf Fälle von Doping. Zu den Überführten zählen sieben Männer und fünf Frauen, die nachträglich disqualifiziert wurden. Deutsche waren nicht darunter.

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Bei der WM der Gewichtheber gab es zwölf Dopingsünder

Sieben Männer und fünf Frauen waren bei der Gewichtheber-WM in Chiangmai/Thailand gedopt. Das ergab die Auswertung der insgesamt 150 Proben, die im Dopinglabor Köln untersucht wurden. Der Internationale Gewichtheber-Verband (IWF) hat die entsprechenden Athleten nachträglich wegen der Einnahme unerlaubter Substanzen disqualifiziert und die WM-Ranglisten entsprechend abgeändert.

Medaillengewinner waren nicht unter den nachträglich Überführten, denen nun eine Zwei-Jahres-Sperre droht. Der Rumäne Valeriu Calancea hatte aber immerhin Rang vier in der Klasse bis 85kg belegt. In der gleichen Gewichtskategorie war auch der zehntplatzierte Kasache Wjatscheslaw Jerschow positiv getestet worden.

Doping bei drei Heberinnen aus Myanmar

Bei den Frauen waren auch drei Heberinnen aus Myanmar, dem früheren Burma gedopt. Bereits während der WM waren zwei Athletinnen des Landes beim Versuch überführt worden, ihre Proben zu manipulieren.

Deutsche Gewichtheber gehörten nicht zu den Überführten. Die Auswahl des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) erkämpfte in Thailand vier Startplätze für die Olympischen Spiele. Zudem besteht die Chance, das eine Heberin bei der EM 2008 noch das Ticket für Peking löst.