2007.11.24 Neuss : Bayern feiern gegen "Wölfe" Wiedersehen mit Magath

In München kommt es heute ab 15.30 Uhr im Rahmen des 14. Spieltags zum Wiedersehen der Bayern mit Ex-Trainer Felix Magath. Verfolger Werder Bremen tritt unterdessen bei Energie Cottbus an.

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Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Felix Magath

Mit reichlich Zündstoff im Gepäck und drohender Explosionsgefahr geht das Spitzenduo in den 14. Spieltag der Bundesliga: Tabellenführer Bayern München trifft heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) nicht nur auf den VfL Wolfsburg, sondern auch auf seinen alten Trainer Felix Magath und will die Serie von vier sieglosen Pflichtspielen in Folge beenden. Bei Werder Bremen sorgten derweil Boubacar Sanogo und Carlos Alberto mit einem Handgemenge im Training für Aufregung.

Bayern wollen Sieg als Antwort auf jüngste Unruhe

"Siege sind immer die beste Antwort auf Unruhe", sagt Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und dürfte damit auch seinen norddeutschen Kollegen aus der Seele sprechen. Nur zwei Punkte fuhren die Münchener aus den vergangenen drei Ligaspielen ein. Es folgten die Diskussionen um die Zukunft von Trainer Ottmar Hitzfeld und die Wutrede von Manager Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung. Bei einer Heimpleite gegen Magaths VfL wäre wohl vorhanden, was zu Saisonbeginn noch unmöglich schien: eine Krise.

"Es ist klar, dass wir die Tabellenführung behaupten und ausbauen wollen", erklärt Rummenigge: "Das erste Etappenziel in dieser Saison ist die Herbstmeisterschaft, und dafür müssen wir am Samstag gewinnen." Um in der angespannten Situation nicht noch zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen, geht der Bayern-Boss auch auf Kuschelkurs zum vor zehn Monaten in München entlassenen Magath: "Wir werden ihn als Freund empfangen. Nichtsdestotrotz wollen wir gegen unseren Freund gewinnen."

"Das wird ein brisantes Spiel"

Auch der VfL-Coach geht ohne Groll in das Duell mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, kann sich leichte Sticheleien aber nicht verkneifen. "Das wird ein brisantes Spiel. Die Bayern sind zuletzt nicht mehr so souverän aufgetreten wie noch zu Beginn der Saison", meint Magath, der mit den Münchnern zwei Double-Siege feierte.

Keinen Gewinner gab es indes im Faustkampf zwischen den Bremern Sanogo und Alberto. Die Streithähne waren am Donnerstag aneinandergeraten und wurden daraufhin von Werder für das Spiel bei Energie Cottbus aus dem Kader gestrichen. Bis Sonntag sind sie suspendiert. "Die Spieler haben eine Vorbildfunktion. Wer sich so verhält, muss mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen", sagt Trainer Thomas Schaaf. Der Verein erwägt zudem, eine Geldstrafe zu verhängen.

Durch die Suspendierungen könnten auch die Chancen für Ivan Klasnic auf ein Bundesliga-Comeback gestiegen sein. Die Personalsituation bei Werder ist angespannt, und der Kroate brennt nach seinen beiden Nierentransplantationen auf sein erstes Spiel in der Beletage seit dem 17. Dezember 2006. Doch Schaaf will sich noch nicht festlegen und bremst: "Bei all seinem Ehrgeiz und Ivans Wunsch, wieder ganz große Dinge umzusetzen, müssen wir berücksichtigen, ob er den Belastungen in der Bundesliga standhalten kann."

Slomka mit Schalke in der Heimat zu Gast

Trainer Mirko Slomka von Schalke 04 tritt derweil den Heimweg an. Bei Hannover 96 und vor den Augen seiner Familie, die weiterhin an der Leine lebt, will der Coach nach zuletzt sieben sieglosen Pflichtspielen endlich wieder einen Dreier einfahren. "In den vier Spielen bis zur Winterpause wollen wir vier Siege holen. Wir sollten unsere vor Saisonbeginn gesteckten Ziele nicht herunterschrauben", meint der Coach des einst selbsternannten Titelkandidaten.

In der unteren Tabellenhälfte wollen derweil der MSV Duisburg bei Bayer Leverkusen und der VfL Bochum im Duell mit Arminia Bielefeld punkten. Der amtierende Meister VfB Stuttgart könnte sich bei Eintracht Frankfurt indes mit dem vierten Sieg in Serie weiter nach vorn kämpfen.