2007.11.25 Neuss : Bierhoff: "Selbstverständnis Erster zu werden"

Oliver Bierhoff hatte nach der Auslosung der WM-Gruppen in Durban gemischte Gefühle. In einem Interview sprach der Nationalmannschaftsmanager über die gegnerischen Teams und die Situation im WM-Ausrichterland Südafrika.

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Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff

Oliver Bierhoff zeigte sich im Interview zufrieden über die zugelosten Gegner in der WM-Qualifikation. Doch gleichzeitig konnte der Nationalmannschaftsmanager seine Besorgnis über die Sicherheit im Gastgeberland Südafrika nicht verbergen. Zuvor war Bierhoff selbst Opfer eines Diebstahls geworden.

Frage: "Wie sind Sie mit der Auslosung zufrieden?"

Oliver Bierhoff: "Wir sind froh, mit dieser Gruppe eine gute Konstellation angetroffen zu haben. Wir haben das Selbstverständnis, als Gruppenkopf auch Gruppenerster zu werden."

Frage: "Wie bewerten Sie die Gegner im Einzelnen?"

Bierhoff: "Sicherlich ist Russland ein schwerer Gegner, aber auch Finnland ist nicht zu unterschätzen. Gegen die Finnen haben ich oft genug gespielt, das ist ein robuster Gegner. Das sind zudem zwei Kontrahenten, die auf russischer Seite in Guus Hiddink und auf finnischer Seite in Roy Hodgson renommierte Trainer haben, was ein wichtiger Punkt ist. Gegen Wales sind wir trotz des 0:0 von vergangener Woche Favorit, gegen die weiteren Gegner sowieso. Wir wissen aber natürlich, dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen."

Frage: "Vor der Auslosung ist der ehemalige österreichische Profi Peter Burgstaller in Durban erschossen worden, sie selbst sind bestohlen worden. Wie bewerten Sie diese Vorfälle?"

Bierhoff: "Mein Pech ist mit der Ermordung nicht zu vergleichen. Das ist natürlich sehr tragisch. Aber wir müssen trotzdem den afrikanischen Kontinent unterstützen und mit dazu beitragen, dass es 2010 eine tolle WM gibt."

Frage: "Müssen die Fans denn aufgrund solcher und anderer krimineller Delikte in Südafrika nicht in Sorge sein?"

Bierhoff: "Die Fans, aber auch wir als Mannschaft müssen uns darauf einstellen, dass es eine andere WM als 2006 in Deutschland wird. Es sind sicherlich viele Dinge, die wir in Südafrika nicht unterschätzen dürfen."