2007.11.25 Neuss : Deutschland mit Losglück für WM-Qualifikation

Die deutsche Nationalmannschaft ist den schweren Gegnern bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen wieder weitestgehend aus dem Weg gegangen. Härtester Brocken in der Gruppe 4 ist Russland.

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Joseph Blatter und Thabo Mbeki bei der WM-Auslosung

Auf Eines kann sich die deutsche Nationalmannschaft verlassen: Ihr Losglück. Auch bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die WM 2010 hat Deutschland eine durchaus zu bewältigende Gruppe zugelost bekommen. EM-Teilnehmer Russland, Finnland, Aserbaidschan, Liechtenstein und wieder einmal Wales sind in der Gruppe 4 die Gegner der DFB-Auswahl. Die WM-Ausscheidungsspiele beginnen im August kommenden Jahres.

"Es ist eine gute Konstellation in dieser Gruppe. Wir haben das Selbstverständnis als Gruppenkopf auch Gruppenerster werden zu wollen", kommentierte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff das Ergebnis der stimmungsvollen Auslosungszeremonie in Durban, die Bundestrainer Joachim Löw 928 Tage vor WM-Beginn in Folge einer Zahn-OP nur am Fernseher verfolgen konnte.

Sammer warnt: "Nicht auf die leichte Schulter nehmen"

"Das ist eine machbare Gruppe, die man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte", meinte unterdessen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Glücksfee Christian Karembeu bewahrte die DFB-Auswahl vor einem Zusammentreffen mit dem Erzrivalen England

Das landestypisch untermalte Auslosungs-Spektakel wurde FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke durchgeführt und weltweit in 173 Länder live übertragen. Als Assistenten halfen ihm die südafrikanischen Fussball-Legenden Kaizer Motaung, Jomo Sono und Lucas Radebe, die ehemaligen Bundesligaprofis Ali Daei (Iran) und Kasey Keller (USA) sowie George Weah (Liberia), Abedi Pele Ayew (Ghana) und die ehemaligen französischen Weltmeister Karembeu und Marcel Desailly.

Die DFB-Auswahl, 2006 als Gastgeber gesetzt und vier Jahre zuvor über den Umweg Playoffs gegen die Ukraine am Ende ins WM-Finale 2002 Finale vorgestoßen, war aufgrund der aktuellen FIFA-Rangliste bei der Auslosung im ersten Lostopf der besten neun Mannschaften gesetzt. Damit blieben ihr die Hochkaräter des europäischen Fußballs erspart. Dass Wales, am vergangenen Mittwoch beim 0:0 in Frankfurt/Main letzter Gegner der deutschen Elf in diesem Jahr, erneut in der deutschen Gruppe landete, sorgte für ein Schmunzeln auf Seiten des DFB.

Mehr als zufrieden war auch Otto Rehhagel, der mit Europameister Griechenland gegen Israel, die Schweiz, Moldawien Lettland und Luxemburg antreten muss. Weitaus schwieriger wird es für Klaus Toppmöller, der mit Georgien erneut auf Weltmeister Italien trifft und sich außerdem mit Bulgarien, Irland, Zypern und Montenegro auseinandersetzen muss. Eine nahezu unlösbare Aufgabe steht Bernd Stange mit Weißrussland bevor, das gegen Kroatien, England, die Ukraine, Kasachstan und Andorra bestehen muss.

Die europäischen Qualifikations-Gruppen im Überlick:

Gruppe 1:

Gruppe 2:

Gruppe 3:

Gruppe 4:

Gruppe 5:

Gruppe 6:

Gruppe 7:

Gruppe 8:

Gruppe 9: