2007.11.27 Neuss : "Königsklassen"-Duell HSV gegen Flensburg

In der zweiten Gruppenphase der Handball-Champions-League kommt es zum Nordduell zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt. Titelverteidiger Kiel erwischte eine leichte Gruppe, Gummersbach hatte Pech.

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Leichte Gruppe für Karabatic und Kiel

Bei der Auslosung zur zweiten Gruppenphase der Champions League erwischten die deutschen Handball-Vereine höchst unterschiedliche Aufgaben. Während Titelverteidiger THW Kiel eine eher leichte Gruppe hat, warten auf den VfL Gummersbach dicke Brocken. Zudem kommt es zum norddeutschen Knaller zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt.

Dank des neuen Modus' mit der zweiten Gruppenphase, die erst Anfang Februar 2008 beginnt, kommt es schon früh zum deutschen Duell zwischen dem HSV und Vorjahresfinalist Flensburg in der Gruppe 3, aus der sich nur der Sieger direkt für das Halbfinale qualifiziert.

"Eine sehr schwere Gruppe"

"Das ist eine sehr schwere Gruppe, das einzige was mich freut, ist, dass wir durch das Spiel gegen Hamburg nicht die großen Reisekosten haben. Ich hoffe trotzdem auf das Halbfinale", sagte Flensburgs Manager Fynn Holpert. HSV-Geschäftsführer Peter Krebs sieht die Favoritenrolle ebenfalls verteilt und Flensburg in Sachen Erfahrung seinem Team einen Schritt voraus. Hinzu kommen in der starken Gruppe noch der spanische Ex-Champion Portland San Antonio und HC Zagreb.

Der THW Kiel darf dagegen in der Gruppe 1 mit Ademar Leon/Spanien, Medwedi Moskau und US Ivry Handball/Frankreich als Favorit auf den Gruppensieg gelten. "Die Rolle nehmen wir an. Wir hoffen nur, dass nach der EM alle an Bord sind", meinte THW-Manager Uwe Schwenker. Für Altmeister VfL Gummersbach, wie die Kieler und der HSV Gruppenerster nach der Vorrunde, kam es dagegen mit dem spanischen Titelfavoriten Ciudad Real und dem früheren Champions-League-Sieger Montpellier HB sowie Gorenje Velenje aus Slowenien knüppeldick. Das sah auch Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet so: "Wir treffen in Ciudad auf den absoluten Topfavoriten. Daher ist unsere Halbfinalchance eher gering, aber wir wollen sechs anständige Spiele abliefern."

Im Achtelfinale des Pokalsiegerwettbewerbs kommt es für die Rhein-Neckar Löwen und EHF-Cupsieger SC Magdeburg zu Skandinavien-Duellen mit zwei Teams, die in der Champions-League-Vorrunde auch an deutschen Klubs gescheitert sind. Die Löwen müssen gegen Kiels Gegner Hammarby IF aus Schweden zunächst daheim antreten, der SCM spielt ebenfalls zunächst zuhause gegen Drammen HK, in der Königsklasse bereits Gegner der Flensburger.

Im EHF-Pokal muss die HSG Nordhorn eine weite Reise antreten. Der Bundesliga-Dritte trifft im Achtelfinale auf SKIF Krasnodar aus Russland. Der frühere Pokalgewinner TBV Lemgo, der nach einem 30:29 im Hinspiel bei Aarhus GF erst am kommenden Samstag den Einzug in die Runde der letzten 16 perfekt machen will, müsste im Erfolgsfalle zunächst bei RK Cimos Koper in Slowenien antreten. Der TV Großwallstadt hatte sich bei seinem Comeback auf internationaler Ebene in dieser Saison als einziger Klub bereits in der dritten Runde verabschiedet.