2007.11.27 Neuss : Motorrad-Freunde trauern um Gustav Reiner

Wegen seines draufgängerischen Fahrstils nannten sie ihn "Kamikaze-Gustl": Gustav Reiner gehörte in den 70er und 80er Jahren zu den beliebtesten deutschen Motorradfahrern. Jetzt verstarb er 54-jährig an Herzversagen.

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Gustav Reiner ist verstorben

Gustav Reiner ist tot. Der 54 Jahre alte ehemalige deutsche Motorrad-Rennfahrer, wegen seines draufgängerischen Fahrstils als "Kamikaze-Gustl" bekannt, starb am 24. November in seiner schwäbischen Heimatstadt Bietigheim an Herzversagen.

Der gelernte Betonbauer Reiner feierte den größten Erfolg seiner Karriere beim Großen Preis von Tschechien 1981 in Brünn, als er hinter dem späteren Weltmeister Toni Mang aus Inning und dem Franzosen Jean-Francois Balde auf einer Bimota-Yamaha den dritten Platz im Rennen der 350-ccm-Klasse belegte.

Auch in der Halbliter-Kategorie gelangen dem strohblonden Gustav Reiner mit einer privat eingesetzten Suzuki beachtliche Erfolge. Im Regenrennen von Spa-Francorchamps wurde er 1979 Vierter, beim spanischen Grand Prix 1984 in Jerez Sechster. 1979, 1986 und 1987 war er außerdem deutscher Meister in der 500-ccm-Klasse.