2007.12.02 Neuss : DFB-Team gegen Österreich, Polen und Kroatien

Deutschland trifft bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz in der Vorrundengruppe B auf Österreich, Polen und Kroatien. Das ergab die Auslosung am Sonntag in Luzern.

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Losglück für die deutsche Nationalmannschaft

Losglück für die deutsche Nationalmannschaft: Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Deutschland trifft bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz in der Vorrundengruppe B auf Gastgeber Österreich, Polen und Kroatien. Das ergab die Auslosung am Sonntag in Luzern.

"Wir haben gute Chance, die nächste Gruppe zu erreichen. Polen und Kroatien sind schwere Gegner, Österreich hat den Heimvorteil im Rücken", meinte Bundestrainer Joachim Löw, der aber nicht von Losglück sprechen wollte.

Bierhoff: "Lösbare Aufgaben"

"Das sind lösbare Aufgaben", kommentierte auch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff erfreut die günstige Auslosung. Der französische Welt- und Europameister Didier Deschamps hatte Deutschland in der dritten Runde in die Gruppe B gelost, was in der achten Reihe des Kultur- und Kongresszentrums am Vierwaldstätter See Löw, Bierhoff, DFB-Präsident Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach zu einem spontanen Lächeln veranlasste.

Der WM-Dritte bestreitet sein erstes Spiel am 8. Juni in Klagenfurt gegen Polen, ihr zweites am 12. Juni ebenfalls in Klagenfurt gegen Kroatien und trifft zum Abschluss am 16. Juni in Wien auf Österreich. Die beiden Gruppenbesten erreichen das Viertelfinale. Das bereits vereinbarte Länderspiel am 6. Februar in Wien gegen das Austria-Team wird auf jeden Fall stattfinden, wie Löw bereits am Sonntag mitteilte.

Sollte das deutsche Team die Gruppenphase unbeschadet überstehen, würde sie bis zum Finale den Mitfavoriten Niederlande, Italien und Frankreich aus dem Wege gehen, die gemeinsam mit Rumänien in der Hammergruppe C um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen. Auch Titelverteidiger Griechenland oder Spanien, in der Gruppe C mit Schweden und Russland, könnten erst im Endspiel auf Deutschland treffen.

Unter den Augen des ehemaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann, der als Kapitän der deutschen Europameistermannschaft von 1996 zu der Zeremonie eingeladen war und ebenfalls an der Ziehungszeremonie beteiligt war, sowie von "Kaiser" Franz Beckenbauer und Bernard Dietz, die die deutsche Mannschaft 1972 bzw. 1980 als Kapitäne zum EM-Titel geführt hatten, konnte sich die DFB-Delegation frühzeitig zurücklehnen, nachdem Deschamps das Los mit dem Namen Germany gezogen hatte.

"Konkrete Vorbereitung beginnt ab Montag"

"Wir haben schon viele Dinge in unserer Datenbank gesammelt. Aber die konkrete Vorbereitung auf die Gegner beginnt ab Montag", sagte Löw, der vor allem die Polen noch genau von der WM 2006 kennt, als die deutsche Mannschaft in Dortmund ihr Gruppenspiel mit Müh und Not 1:0 durch einen Treffer von Oliver Neuville gewann. "Polen hat damals auch gezeigt, was es für eine gute Mannschaft hat. Wir sind gewarnt", meinte Bierhoff, der die Kroaten aber noch stärker einschätzt: "Kroatien ist ein unangenehmer Gegner, meiner Meinung nach auf dem Papier der stärkste. Die Kroaten haben gute Fußballer, die Leidenschaft, Herzblut und Vaterlandstreue mitbringen."

Aber auch das Duell gegen Gastgeber Österreich, seit der Schmach von Cordoba 1978 (3:2 für Österreich) unter besonderer Beobachtung, ist für Bierhoff nicht zu unterschätzen: "Österreich hat Probleme im Fußball, aber den Heimvorteil. Mit Blick auf die Euphorie ist das erste Spiel besonders wichtig für Österreich."

Dass die deutsche Elf den ganz großen Nationen aus dem Weg gegangen ist, bewerteten Löw und Bierhoff als positiv: "Frankreich und Holland wären natürlich Hammergegner gewesen." Der Teammanager bestätigte zudem, dass die DFB-Auswahl trotz der Vorrundenspiele in Österreich im schweizerischen Ascona (Tessin/Hotel Giardino) ihr EM-Quartier beziehen wird.