2007.12.02 Neuss : Duisburg gibt "Rote Laterne" wieder ab

Der MSV Duisburg hat am 15. Spieltag die "Rote Laterne" der Bundesliga durch einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg wieder abgegeben. Nürnberg verpasste hingegen den Sprung von den Abstiegsplätzen.

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Klemen Lavric und Roque Junior gegen Nürnbergs Angelos Charisteas

Der MSV Duisburg hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die "Zebras" besiegten zum Abschluss des 15. Spieltages im Kellerduell Pokalsieger 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0) und zogen damit nach Punkten mit den Franken gleich. Durch den erst zweiten Sieg im achten Heimspiel verkürzte der MSV den Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz auf zwei Punkte. Die Nürnberger verpassten ihrerseits, sich mit einem Sieg ein wenig aus der Gefahrenzone zu entfernen.

Vor 20.313 Zuschauern erzielte Kapitän Ivica Grlic in der 72. Minute nach einer unübersichtlichen Situation den etwas glücklichen Siegtreffer für die "Zebras". Zuvor hatten die Gäste die besseren Chancen, waren aber durch Nicky Adler (55./Pfosten) und Marco Engelhardt (64./Latte) zweimal am Aluminium gescheitert. Damit warten die Franken jetzt weiterhin auf ihren ersten Sieg in Duisburg seit fast 42 Jahren.

MSV-Trainer Rudi Bommer hatte durch die Hereinnahme von Klemen Lavric als zweite Spitze ein deutliches Zeichen in Richtung Offensive setzen wollen. Über weite Strecken der Partie gelang es seiner Mannschaft aber dennoch nicht, sich klare Torchancen herauszuarbeiten. Neben Lavric waren gegenüber der 1:4-Niederlage in Leverkusen auch Roque Junior, Björn Schlicke und Mihai Tararache neu in die Startformation gerückt. In der 37. Minute musste Bommer allerdings den angeschlagenen Torjäger Manasseh Ishiaku aus dem Spiel nehmen, für ihn kam Ailton.

Nürnbergs Trainer Hans Meyer hatte gegenüber dem 2:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund sowie dem 2:2 am Donnerstag im UEFA-Cup bei Zenit St. Petersburg seine Mannschaft nur auf einer Position verändert. Für den Gelb-gesperrten Peer Kluge rückte Ralf Schmidt als linker Verteidiger ins Team. Dafür schob Meyer Engelhardt ins Mittelfeld vor.

Die Franken zeigten dabei die abgeklärtere Spielweise, ohne zunächst jedoch für große Gefahr zu sorgen. Das wurde in der zweiten Halbzeit dann besser. Vor seinem Pfostentreffer hatte Adler auch schon einen Kopfball aus fünf Metern freistehend am MSV-Gehäuse vorbeigesetzt (50.).