2007.12.04 Neuss : Glock und Hülkenberg feiern Premieren

Die Formel-1-Youngster Timo Glock und Nico Hülkenberg haben Premieren in der "Königsklasse" gefeiert. Glock absolvierte seine ersten Test-Kilometer für Toyota, während Hülkenberg im Williams-Toyota zum Einsatz kam.

ero1
Nachwuchs-Pilot Timo Glock

Bei den Formel-1-Testfahrten in Jerez waren am Dienstag alle deutschen Augen auf Timo Glock und Nico Hülkenberg gerichtet. Während GP2-Champion Glock (Wersau) in 1:21,336 Minuten als 13. von 20 Fahrern die ersten Runden für sein neues Toyota-Team drehte, feierte der erst 20 Jahre alte Hülkenberg (Emmerich) seine Premiere in der "Königsklasse" als 15. in 1:21,556. Schnellster war Nick Heidfeld (BMW-Sauber) in 1:19,042 Minuten.

"Eine ganz andere Welt"

"Der Speed und die Bremsen, das war für mich natürlich eine ganz andere Welt", beschrieb Hülkenberg seine ersten Eindrücke von der Königsklasse: "Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt."

Sein Manager Willi Weber, der in den 90er Jahren bereits Michael und Ralf Schumacher in die Formel 1 gebracht hatte, war sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Schützlings. "Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht und ist gute Zeiten gefahren. Er kommt sehr gut zurecht", sagte Weber dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Neutraler Overall, neutraler Helm

Timo Glock war von seinem bisherigen Arbeitgeber BMW-Sauber vorzeitig für die ersten Testfahrten bei Toyota freigegeben worden. In einem neutralen Overall und mit einem neutralen Helm darf er sich in Jerez bis Freitag vier Tage lang an sein neues Auto und Team gewöhnen.

Nach den ersten Testkilometern meinte Glock: "Ich habe schon eine Menge über das Auto gelernt. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Team habe ich genossen. Es war eine wertvolle Erfahrung, bevor ich im Januar als dritter Fahrer einsteige."

Neben dem Testteam in Jerez will der gelernte Gerüstbauer aus dem Odenwald auch die Ingenieure und Mechaniker in der Zentrale in Köln kennenlernen. "Ich will so bald wie möglich viel Zeit in der Fabrik verbringen", meinte er.

Schumacher am Donnerstag am Start

Am Donnerstag wird in Jerez neben dem zurückgetretenen Rekordweltmeister Michael Schumacher, der erneut für Ferrari ins Cockpit klettert und den roten Renner ohne Traktionskontrolle abstimmt, auch dessen Bruder Ralf im Einsatz sein. Der 32 Jahre alte Kerpener kämpft beim Spyker-Nachfolgeteam Force India um das freie Cockpit neben Stammpilot Adrian Sutil (Gräfelfing).

Neben "Schumi II" testet Force India auch noch Giancarlo Fisichella, Vitantonio Liuzzi (beide Italien), Christian Klien (Österreich), Franck Montagny (Frankreich), Roldan Rodriguez (Spanien) und Guido van der Zarde (Niederlande).

Auf der Piste war in Jerez am Dienstag auch Weltmeister Kimi Räikkönen. Der "Iceman" aus Finnland saß erstmals nach seinem WM-Triumph von Sao Paulo wieder in seinem Ferrari.