2007.12.05 Neuss : Loeb empfiehlt sich für die Formel 1

In der Rallye-WM kann kaum einer Sebastien Loeb das Wasser reichen. Doch auch bei Probe-Fahrten im Formel-1-Auto von Heikki Kovalainen machte der viermalige Rallye-Weltmeister eine gute Figur.

osch1
Sebastien Loeb macht nicht nur in einem Rallye-Wagen eine gute Figur

Vielleicht macht Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb bald in der Formel 1 Jagd auf den Titel-Rekord von Michael Schumacher. Drei Tage nach dem Gewinn seines vierten WM-Titels in Serie tauschte der Franzose am Mittwoch in Le Castellet sein Auto mit Formel-1-Pilot Heikki Kovalainen und empfahl sich während der insgesamt 22 Runden für die "Königsklasse". "Für mich ist es ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, direkt nach meinem Titelgewinn so etwas machen zu dürfen", schwärmte Loeb: "Die Formel 1 ist natürlich etwas ganz anderes. Bremsen, Aerodynamik und Fliehkräfte, das ist eine andere Welt."

Der Elsässer profitierte bei seinem Umstieg in das Renault-Weltmeisterauto von 2006 von seiner Erfahrung bei den 24 Stunden von Le Mans und kam schnell auf respektable Zeiten. "In einem guten Auto könnte er auch in der Formel 1 bestehen", lobte der frühere französische Formel-1-Pilot Jacques Laffite: "Er weiß, wie man so ein Auto bewegt."

Auch Kovalainen, dessen Zukunft in der "Königsklasse" noch offen ist, da Renault seine Fahrerwahl für 2008 noch nicht getroffen hat, war begeistert von der Ausfahrt in Loebs Citroen C4. "Ich bin schließlich Finne und habe die Rallye-Szene immer bewundert", meinte Kovalainen, der zum ersten Mal selbst auf Schotter ein WRC-Auto fuhr. Bei Rallyes war er zuvor lediglich mal als Co-Pilot unterwegs. Allerdings hatte er 2004 in Paris das Race of Champions gewonnen, wo unter anderem mit Rallye-Autos gefahren wird. Damals hatte der Finne im Halbfinale Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und im Finale auch Loeb geschlagen.