2007.12.06 Neuss : DHB-Frauen liegen souverän auf Viertelfinalkurs

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Frankreich einen 30:25 (14:8)-Sieg gegen Spanien eingefahren. Durch den vierten Sieg im vierten Spiel rückt das Viertelfinale immer näher.

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Nadine Krause (r.) im Spiel gegen Spanien

Die deutschen Handball-Frauen sind bei der WM in Frankreich auch in der Hauptrunde nicht zu stoppen. Im ersten Spiel gegen Spanien gewann die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich vor 2800 Zuschauern in Dijon 30:25 (14:8) und machte mit dem vierten Sieg im vierten WM-Spiel einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale. Welthandballerin Nadine Krause und Grit Jurack, die sich immer mehr zur Anwärterin auf die Torjägerkrone entwickelt, waren mit je neun Toren überragende Werferinnen für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

"Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben im ersten Durchgang von der Fehlern der Spanierinnen profitiert, sie in der zweiten Hälfte von unseren. Für die Moral der Mannschaft spricht, dass sie sich da wieder rauszieht", meinte Armin Emrich.

Am Samstag gegen den WM-Dritten Ungarn

Nach dem gelungenen Hauptrunden-Auftakt wartet im WM-Dritten Ungarn nach einem Ruhetag am Samstag (14.30 Uhr) aber eine ungleich schwierigere Aufgabe. Danach folgen die Partie gegen Polen (Sonntag/18.30) sowie den wohl stärksten Vorrundengegner, den Titelmitfavoriten und aktuellen WM-Zweiten Rumänien (Dienstag/18. 30/alle live bei Eurosport). Die jeweils besten vier Teams der beiden Gruppen qualifizieren sich für die Runde der letzten Acht.

Nach den souveränen Vorrundensiegen gegen den Olympiadritten Ukraine, Handballzwerg Paraguay und den Olympiazweiten Südkorea hatten die deutschen Frauen auch im vierten Turnierspiel gegen Außenseiter Spanien keine Probleme und verbuchten den 17. Sieg im 18. Spiel gegen die Ibererinnen.

Perfekt eingestellt von Emrich und Spielbeobachterin Carmen Manchabo, 2004 bei Olympia in Athen noch Co-Trainerin der spanischen Mannschaft, kamen die Deutschen aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder zu Gegenstößen, nur die schwache Chancenauswertung und Spaniens Torhüterin Aitziber Elejaga Vargon verhinderten zunächst eine noch höhere Führung für das Emrich-Team.

Schwächen zu Beginn der zweiten Halbzeit

Einzig zu Beginn der zweiten Hälfte leistete sich die deutsche Mannschaft wie schon in den vorangegangenen Partien eine kleine Schwächephase und zu viele Fehler im Angriff. Doch auf weniger als zwei Tore konnte Spanien, das zum Abschluss der Vorrunde etwas überraschend Unentschieden gegen Ungarn (26:26) gespielt hatte, den Abstand nicht mehr verkürzen.

Nach Platz sechs bei der WM 2005 und dem vierten Rang bei der EM 2006 will die deutsche Mannschaft in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren im März 2008.