2007.12.11 Neuss : Bremen kämpft in Piräus um Achtelfinal-Einzug

Werder Bremen hat den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale selber in der Hand. Der Bundesligist benötigt dafür in der heutigen Partie (20.45 Uhr MEZ/live bei Premiere) jedoch einen Sieg bei Olympiakos Piräus.

jsor2
Werder will gegen Piräus den Sieg

Für Werder Bremen ist das Gastspiel bei Olympiakos Piräus wie ein kleines Finale. "Wenn wir mutig spielen, werden wir auch Erfolg haben. Wir können nur gewinnen", sagte Coach Thomas Schaaf vor der heutigen Partie (20.45 Uhr MEZ/live bei Premiere), die dem Bundesligisten im Falle eines Sieges den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale bescheren könnte. Die Gäste brauchen unbedingt einen Sieg, um den griechischen Meister noch abzufangen und gleichzeitig Mitkonkurrent Lazio Rom auf Distanz zu halten.

Nach dem fast sensationellen 3:2-Triumph gegen Tabellenführer Real Madrid, der den mit zwei Niederlagen gestarteten Hanseaten wieder Chancen zum Weiterkommen eröffnete, wollen die Norddeutschen nun ihre Aufholjagd erfolgreich abschließen. Schaaf: "Wir können die Sensation realisieren, die uns viele nicht mehr zugetraut haben."

Niederlage von Hannover ist abgehakt

Die nicht einkalkulierte 3:4-Niederlage in der Bundesliga bei Hannover 96 wurde rasch abgehakt, die Köpfe waren wieder frei, als der Sonderflug X3 5186 in der griechischen Hauptstadt aufsetzte. "Wir werden jetzt einfach die nächste Serie starten. Vor der Partie in Hannover haben wir zehnmal in Folge nicht verloren. Wir müssen uns einfach an das Positive aus diesen Spielen erinnern", sagte Torhüter Tim Wiese.

Helfen könnte auch, dass sich die personelle Situation bei den seit Monaten vom Verletzungspech gebeutelten Bremern immer mehr entspannt. Nationalspieler Per Mertesacker flog zwar noch leicht erkältet nach Griechenland, steht aber im Karaiskakis-Stadion voraussichtlich ebenso zur Verfügung wie Clemens Fritz, der seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel weitgehend auskuriert hat. Definitiv fehlen wird nur weiterhin Mittelfeldarbeiter Torsten Frings (Knieverletzung).

Unabhängig von den Ergebnissen in Piräus und im abschließenden Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Bayer Leverkusen hält der Werder-Coach die Vorrunde angesichts der nicht enden wollenden personellen Probleme jetzt schon für gelungen: "Wir wollten Woche für Woche guten und erfolgreichen Fußball anbieten, das ist uns oft gelungen."

Angst vor dem Rückflug

Während die Anreise problemlos verlief, droht jedoch auf dem Rückweg großes Ungemach. Der griechische Gewerkschaftsbund GSEE hat aus Protest gegen eine Rentenreform der konservativen Regierung für Mittwoch zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. Die auf 24 Stunden befristeten Arbeitsniederlegungen könnten auch den Flugverkehr auf dem Athen-Airport Eleftherios Venizelos weitgehend lahmlegen. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs: "Ein paar Maschinen sollen rausgehen. Wir haben die Hoffnung, dass man uns bevorzugt behandelt."

Die Gastgeber gehen mit großer Euphorie in die entscheidende Partie, seit zehn Jahren wartet man in der Hafenmetropole darauf, wieder einmal die Gruppenphase der Königsklasse zu überstehen. Gesperrt ist bei den Griechen Mannschaftskapitän Predrag Djordjevic.