2007.12.12 Neuss : Roxburgh lobt deutsches Modell im Frauen-Fußball

Der Technische Direktor der UEFA, Andy Roxburgh, hat das deutsche Trainermodell im Frauen-Fußball gelobt. Dieses Modell sei auch der Grund für die überragenden Erfolge der Nationalteams.

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Andy Roxburgh ist begeistert vom deutschen Trainermodell

Der deutsche Frauen-Fußball gilt als leuchtendes Beispiel in der ganzen Welt. Auch Andy Roxburgh ist in seiner Funktion als Technischer Direktor der Europäischen Fußball-Union (UEFA) voll des Lobes für das Frauen-Trainermodell in Deutschland. "Es gibt keinen Zweifel, dass Deutschland in dieser Hinsicht das Maß aller Dinge ist", erklärte der ehemalige schottische Männer-Nationalcoach auf dem dritten UEFA-Elite-Trainerforum für Frauen in Nyon. Als Positiv-Beispiele dienen die DFB-Trainerinnen Silvia Neid (A-Nationalmannschaft der Frauen) und Maren Meinert (U19-Auswahl).

Nicht zuletzt dank der perfekten Trainer-Infrastruktur des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), so die UEFA, eilen sämtliche Nationalmannschaften der Frauen seit Jahren von Erfolg zu Erfolg. Neid führte Deutschland bei der WM in China in diesem Herbst zur erfolgreichen Titelverteidigung, unter Meinert holten die deutschen U19-Juniorinnen zwei Europameistertitel in Folge.

Mehr Top-Spielerinnen sollen Trainerposten übernehmen

Die Trainer der führenden europäischen Frauen-Nationalmannschaften und Klubs diskutierten am Sitz der UEFA, wie man Spielerinnen dazu bewegen könnte, nahtlos ins Trainerfach zu wechseln. "Wenn Top-Spielerinnen dies täten, würde es einen enormen Einfluss auf den Frauen-Fußball haben", sagte Roxburgh. "Die Verbände integrieren bereits die Ausbildung von Frauen-Trainern in ihre normalen Programme, aber es wird immer wieder der Ruf laut nach ganz gezielten Kursen für Top-Spielerinnen."

Auf der Agenda stand auch der Vorschlag der Trainer, die Zahl der Endrunden-Teilnehmer bei der Frauen-EM auf 16 auszuweiten, sollte sich die Aufstockung auf zwölf Mannschaften bei der nächsten Endrunde 2009 in Finnland bewähren.