2007.12.12 Neuss : VfB verabschiedet sich mit Niederlage bei "Barca"

Der VfB Stuttgart hat sich mit einem 1:3 zum Abschluss der Gruppenphase beim FC Barcelona aus dem internationalen Geschäft verabschiedet. Für den VfB traf Antonio da Silva, für "Barca" Giovani, Eto'o und Ronaldinho.

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Antonio da Silva (re.) im Zweikampf

Trotz eines Traumtores von Antonio da Silva hat sich der deutsche Meister VfB Stuttgart mit der erwarteten Niederlage aus der Champions League verabschiedet. Die Schwaben unterlagen beim 18-maligen spanischen Meister FC Barcelona mit 1:3 (1:1) und beendeten ihre dritte Teilnahme an der Königsklasse mit einer erschreckenden Bilanz von einem Sieg und fünf Niederlagen als Tabellenletzter der Gruppe E.

Vor 52.651 Zuschauern im ehrwürdigen Stadion Nou Camp gingen die Schwaben dank des Freistoßtores von da Silva bereits nach 120 Sekunden in Führung. Barcelonas agiler Mexikaner Giovani sorgte in der 36. Minute für den verdienten Halbzeitstand, ehe Samuel Eto'o (57.) und Ronaldinho (67.) mit ihren ersten Treffern in der laufenden Champions-League-Saison die VfB-Pleite perfekt machten.

Die Stuttgarter, für die das Vorrunden-Aus in der Königsklasse und die verpasste Qualifikation für den UEFA-Cup bereits besiegelt war, standen gegen die Katalanen nach dem Blitzstart durchweg mit dem Rücken zur Wand. Alleine der glänzend aufgelegte Keeper Raphael Schäfer rettete den Schwaben vor der Halbzeitpause das zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Remis.

Nach einem kapitalen Schnitzer von Alexander Farnerud lief zunächst Barca-Angreifer Eto'o, der am vergangenen Sonntag beim 2:1 gegen Deportiva La Coruna sein Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause gefeiert hatte, frei auf Schäfer zu, der die Eins-zu-Eins-Situation aber mit Bravour löste (5.). Kurz darauf reagierte der Stuttgarter Schlussmann gegen Xavi und Giovani glänzend (11.). Der agile Giovani fand in der 15. Minute in Schäfer erneut seinen Meister, ehe der Mexikaner nach Vorlage von Ronaldinho zum 1:1 ausglich.

Im zweiten Abschnitt versuchten die Stuttgarter, die über weite Strecken zu passiv agierten, den Druck noch einmal zu erhöhen, doch die beiden Treffer machten die Bemühungen der Gäste schnell wieder zunichte. Pech hatte Ewerthon, der mit einem strammen Schuss nur die Latte traf (73.).

VfB-Trainer Armin Veh hatte seine Ankündigung wahr gemacht und vor dem abschließenden Hinrundenspiel in der Bundesliga am Samstag bei Arminia Bielefeld einige Stammkräfte geschont. So gönnte Veh, der ohnehin auf die verletzten Cacau (Schulteroperation), Andreas Beck (Innenbandriss im Knie), Sami Khedira (Oberschenkelprobleme) und Mario Gomez (Rippenfellentzündung) verzichten musste, auch den angeschlagenen deutschen Nationalspielern Roberto Hilbert und Thomas Hitzlsperger sowie Pavel Pardo und Ludovic Magnin zunächst eine Pause. Zwar kam Hilbert in der 58. Minute für den enttäuschenden Farnerud, konnte dem VfB-Spiel aber auch keine entscheidenden Impulse mehr verleihen.

Barcelona musste an der Seitenlinie auf den gesperrten Trainer Frank Rijkaard verzichten, der beim 2:2 in Lyon vor 14 Tagen auf die Tribüne verwiesen worden war. Für ihn saß Co-Trainer Johan Neeskens auf der Bank. Kurz vor Spielbeginn passen musste auch der gerade erst wiedergenese Deco. Für den Portugiesen spielte Xavi. Bewähren durfte sich auch der zuletzt formschwache Superstar Ronaldinho, der eine ordentliche Partie bot. Dagegen stand Lionel Messi, dem eine Gelbsperre drohte, erst gar nicht im Aufgebot.