2007.12.13 Neuss : Deutsche Schwimmer bei der Kurzbahn-EM gefordert

Auf dem Weg zu Olympia in Peking steht den deutschen Schwimmern eine Zwischenstation bevor. Bei der Kurzbahn-EM in Debrecen will das deutsche Team sein Können unter Beweis stellen und an die jüngsten Erfolge anknüpfen.

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Britta Steffen

Die deutschen Schwimmer wollen es wieder wissen. Das Team um Europameisterin Britta Steffen will auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Peking ab heute möglichst viele Medaillen bei der Kurzbahn-EM in Debrecen einfahren. Nach den Rekordserien beim Weltcup und der DM in Essen im November stehen die Chancen für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht schlecht, zum siebten Mal in Folge die Spitzenposition im Medaillenspiegel bei einer Kurzbahn-EM einzunehmen.

So geht es für DSV-Sportdirektor Örjan Madsen in Ungarn vor allem um eins: "Wir wollen den unverkennbaren Aufwärtstrend bestätigen." Die Kurzbahn-EM bleibe jedoch nur ein "Baustein" im Rahmen der Olympia-Vorbereitung auf Peking 2008. Als größter Trumpf soll dabei die Berlinerin Steffen vor allem über ihre Paradestrecke 100 m Freistil im Duell mit Weltrekordlerin Marleen Veldhuis (Niederlande) stechen. Auch dabei ist Peking immer im Hinterkopf, denn auch dort soll über die 100m die Medaille her. "Der Fokus liegt klar auf dieser Strecke. Wenn man zu sehr abschweift, gerät man ins Schleudern", sagt Steffen.

Die Konkurrenz ist groß

Nach ihren Rekordrennen der letzten Wochen gehen auch die Freistilspezialisten Paul Biedermann (Halle/Saale) und Steffen Deibler (Biberach) sowie Janine Pietsch (Ingolstadt) und Helge Meeuw (Frankfurt) oder Thomas Rupprath (Rostock) als Podest- und Titelanwärter an den Start. Allerdings fehlen im neuen Municipal Swimming Pool nur sechs Europameister von Helsinki 2006, so dass die Konkurrenz groß ist. Messen lassen müssen sich die 25 deutschen Schwimmer in Debrecen jedenfalls an sechsmal Gold und insgesamt 15 Edelmetall aus dem vergangenen Jahr in Helsinki.

Zu den Ausfällen zählt diesmal die Magdeburgerin Antje Buschschulte, auf die der DSV nach einer Schulteroperation als sichere Medaillensammlerin verzichten muss. Auch Vize-Weltmeisterin Annika Lurz aus Würzburg pausiert wegen eines Ermüdungsbruchs im Lendenwirbelbereich. Gleich fünf Einzelstarts plant dagegen Frankreichs Superstar Laure Manaudou, über 50m Rücken kommt es dann auch zum Duell mit Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch aus Ingolstadt.