2007.12.13 Neuss : Wome: "Haben ein großes Problem mit den Ärzten"

Mit deutlichen Worten hat Verteidiger Pierre Wome die medizinische Abteilung von Werder Bremen kritisiert. "Wir haben ein großes Problem mit den Ärzten, insbesondere mit Doktor Dimanski", sagte der verletzte Kameruner.

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Wome von Bundesligist Werder Bremen

Der seit Monaten verletzte Linksverteidiger Pierre Wome ist derzeit nicht gut zu sprechen auf den Mannschaftsarzt des Bundesligisten Werder Bremen. "Wir haben hier ein großes Problem mit den Ärzten, insbesondere mit Doktor Dimanski, da können Sie hier jeden Spieler fragen. Alle werden Ihnen dasselbe sagen", sagte der 28 Jahre alte Kameruner, der seit Ende Juli wegen Problemen in der Leistengegend nicht mehr spielen konnte, gegenüber Welt online.

Wome beklagte, dass er von der Gefahr möglicher Probleme an seiner linken Leiste nicht informiert worden sei. "Ich habe weitergespielt, aber dann hatte ich auf einmal auch Beschwerden an der linken Leiste. Es stellte sich heraus, dass ich nicht richtig informiert wurde", sagte der Westafrikaner.

Werder-Geschäftführer Klaus Allofs reagierte mit Unverständnis auf die von Wome erhobenen Vorwürfe. "Pierre Wome wurde von Anfang an über sein Krankheitsbild vollständig aufgeklärt. Er hatte freie Arztwahl und die Entscheidung getroffen, sich im Ausland behandeln zu lassen. Fakt ist, dass er auch nach mehreren Monaten der Betreuung durch die Ärzte seines Vertrauens immer noch nicht spielfähig ist", sagte Allofs und stärkte der eigenen medizinischen Abteilung den Rücken stärkt: "Die von Wome getroffene Schuldzuweisung ist aber vollständig inakzeptabel. Wir haben keine Veranlassung an unserem Mannschaftsarzt zu zweifeln. Dr. Dimanski und sein Team genießen unser volles Vertrauen."

"Kein Vertrauen mehr" zu den Ärzten

Wome, dessen Vertrag in Bremen zum Saisonende ausläuft, verzichtete auf weitere Behandlungen in der Hansestadt ("Ich habe zu diesen Ärzten kein Vertrauen mehr") und ließ sich bei einem Arzt in Paris untersuchen, in dessen Pflege er noch immer ist. Der Kameruner will aber nicht länger als Phantom an der Weser gelten: "Alle Menschen in Bremen fragen sich: "'Wo ist Wome?' Aber es ist nicht meine Schuld, dass ich so lange nicht gespielt habe, sondern die der Ärzte hier. Das ist ein Problem bei Werder", sagte Wome.

Im Zusammenhang mit der Behandlung von Ivan Klasnic, der sich zwei Nierentransplantationen hatte unterziehen müssen, war vor knapp drei Wochen schon einmal Kritik an der medizinischen Abteilung in Bremen geübt worden.