2007.12.15 Neuss : Favoriten marschieren weiter im Gleichschritt

Die SG Flensburg-Handewitt und der HSV Hamburg geben sich in der Handball-Bundesliga keine Blöße. Die SG siegte 36:28 (16:13) gegen die Rhein-Neckar-Löwen, der HSV bezwang die HSG Nordhorn mit 30:26 (13:9).

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Jubel bei Goalgetter Pascal Hens

Die SG Flensburg-Handewitt und der HSV Hamburg haben sich in der Handball-Bundesliga weiter abgesetzt. Während die SG die aufstrebenden Rhein-Neckar Löwen mit 36:28 (16:13) stoppte, setzte sich der HSV gegen die bis dahin punktgleiche HSG Nordhorn mit 30:26 (13:9) durch. Die beiden Nordvereine haben nun 25:5 Punkte auf dem Konto.

Ärgster Verfolger ist nun Titelverteidiger THW Kiel (26:6 Zähler) nach dem 28:24 (18:11) gegen FA Göppingen, dahinter liegt Nordhorn auf Rang vier (25:7). Bereits mit etwas größerem Rückstand bleiben die Rhein-Neckar Löwen (21:11) weiterhin Fünfter.

TuS N-Lübbecke gewann das Kellerduell gegen GWD Minden 33:25 (16:8), Schlusslicht Tusem Essen unterlag der HSG Wetzlar deutlich mit 27:34 (15:16). Der TBV Lemgo fegte Neuling Füchse Berlin mit 38:24 (17:12) aus der Halle und der SC Magdeburg machte mit dem 29:23 (13:12) beim Wilhelmshavener HV den ersten Schritt aus der Krise. Außerdem schlug HBW Balingen-Weilstetten MT Melsungen 29:28 (17:12).

In Flensburg sahen 6300 Zuschauer 50 Minuten lang ein wahres Spitzenspiel. Beide Teams nahmen sich sowohl kämpferisch als auch spielerisch nichts. Erst ein gehaltener Siebenmeter von SG-Torwart Dan Beutler sorgte für eine Initialzündung, nach der die Gastgeber die Rhein-Neckar Löwen praktisch überrollten. Bei Flensburg stach Beutler mit 23 gehaltenen Bällen heraus, während bei den Löwen die aus Magdeburg verpflichteten polnischen Vize-Weltmeister Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki noch die richtige Bindung zum Spiel vermissen ließen.

Der HSV ließ dem Überraschungsteam aus Nordhorn vor 12.720 Zuschauern keine Chance. Die HSG hielt nur bis zum 2:2 mit, ehe die Hanseaten davonzogen. Guillaume Gille erzielte mit dem 7:2 seinen 500. Pflichtspieltreffer. Nordhorn verzweifelte schier an der aggressiven HSV-Abwehr und am gut aufgelegten Nationaltorhüter Johannes Bitter. Pascal Hens war mit acht Toren bester Schütze der Hamburger, für Nordhorn erzielte Gregor Sprem ebenfalls acht Tore.

In Kiel setzten sich die durch einen Magen-Darm-Virus geschwächten Zebras mit Mühe gegen Göppingen durch. Vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Ostseehalle brachten die Kieler den Sieg in der Schlussphase über die Zeit. Bester Akteur war Torhüter Thierry Omeyer mit 17 Paraden, Nikola Karabatic erzielte sieben Tore.