2007.12.16 Neuss : In Duisburg leuchtet die "Rote Laterne"

Beim MSV Duisburg leuchtet neben dem Weihnachtsbaum auch die "Rote Laterne". Die "Zebras" stehen nach der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt nach der Hinrunde auf dem letzten Tabellenplatz.

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Frankfurts Galindo (l.) im Zweikampf mit MSV-Kapitän Grlic

Aufsteiger MSV Duisburg trägt in der Winterpause der Bundesliga die "Rote Laterne". Die "Zebras" unterlagen zum Abschluss der Hinrunde in einer niveauarmen Begegnung Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1) und bleiben nach der siebten Heimniederlage mit lediglich 13 Punkten auf dem letzten Platz. Die Hessen verbesserten sich durch ihren ersten Erfolg nach zuletzt sieben sieglosen Spielen auf Platz neun. Ioannis Amanatidis (40.) bescherte mit seinem Tor Friedhelm Funkel den 100. Bundesligasieg als Trainer und seiner Mannschaft den ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison.

Vor 26.557 Zuschauern in der MSV-Arena hatte der ehemalige Duisburger Coach Funkel, der den MSV von 1996 bis 2000 betreute, seine Mannschaft zunächst sehr defensiv eingestellt. Mit dem griechischen Nationalspieler Amanatidis boten die Gäste nur einen Stürmer auf.

Die Gastgeber mussten nach zuletzt zwei Spielen ohne Niederlage auf ihre etatmäßige Innenverteidigung mit Björn Schlicke (Grippe) und Roque Junior (Oberschenkelverletzung) verzichten. Sie wurden durch Fernando und Iulian Filipescu vertreten.

Duisburg war zunächst darum bemüht, die ersatzgeschwächte Eintracht unter Druck zu setzen, doch leistete sich der MSV im Spielaufbau zahlreiche unnötige Ballverluste. Die Kreativspieler Ivica Grlic, Youssef Mokhtari und Blagoy Georgijew schafften es kaum einmal die Angreifer Ailton und Manasseh Ishiaku in Szene zu setzen. Gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Frankfurter agierte Duisburg mit viel zu wenig Tempo.

Auf der anderen Seite bot sich Benjamin Köhler nach einer missglückten Abseitsfalle des MSV die Möglichkeit zur Führung. Doch der Mittelfeldspieler wollte den Ball freistehend noch einmal uneigennützig auf Mehdi Mahdavikia legen, statt selber den Abschluss zu suchen (18.). Besser machte es Amanatidis bei seinem sechsten Saisontor kurz vor der Pause. Nach einem schönen Zuspiel von Faton Toski schüttelte Amanatidis Gegenspieler Christian Weber ab und ließ MSV-Torhüter Tom Starke keine Abwehrchance.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie immer weiter. Duisburg fand lange Zeit einfach kein Mittel, um die Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Frankfurt beschränkte sich darauf, den knappen Vorsprung zu verteidigen.